Fahrerflucht nach Unfall mit Todesfolge:
Mann gibt Teslas FSD Schuld
Man kann und muss Teslas Full Self-Driving (Beta) kritisch sehen, denn der Elektroautobauer suggeriert hier, ähnlich wie beim Autopilot, dass die Funktion mehr zu leisten vermag, als es tatsächlich der Fall ist. Doch das bedeutet nicht, dass man alles auf Tesla schieben kann.
Denn wie die Tageszeitung Star Tribune aus Minneapolis, Minnesota, berichtet, kam es im vergangenen November zu einem tragischen Unfall, bei dem eine Frau starb, während sie ihren Hund ausführte. Die Ärztin Cathy Donovan wurde von einem Tesla angefahren, der dann Fahrerflucht beging.
Der Fahrer konnte einige Wochen später ausfindig gemacht werden. Auf die Spur kamen ihm die Ermittler, nachdem ein abgebrochener Scheibenwischer neben dem Unfallopfer gefunden wurde, dazu kamen Smartphone-Ortungsdaten, Überwachungsaufnahmen, Schäden am Fahrzeug sowie Haare des Opfers, die eindeutige Hinweise auf den geflohenen Fahrer gaben.
Der Fahrer hat zunächst geleugnet, dass er der Verantwortliche ist, mittlerweile schließt er das nicht mehr aus. Nun meint er aber, dass er sich nicht mehr daran erinnern kann, die Frau angefahren zu haben. Sein Anwalt meint, dass sein Mandant den Unfall vermutlich nicht mitbekommen habe, weil sich der Tesla in FSD-Modus befunden und er gleichzeitig Mails gelesen habe. Aus den Berichten bzw. Aussagen des Fahrers ist allerdings nicht ganz klar, ob er Autopilot oder FSD meint, klar ist aber, dass er Tesla-Funktionen die Schuld gibt.
Ob ihm diese Strategie etwas nutzt, ist höchst fraglich: Denn für beide Funktionen schreibt Tesla vor, dass die Aufmerksamkeit auf der Straße liegen muss, damit der Fahrer immer in der Lage ist, auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren.
Siehe auch:
Tesla verspricht zu viel, aber man kann es auch übertreiben
Wir waren und sind immer wieder kritisch, wenn es um Tesla und speziell die Fähigkeiten von Autopilot und FSD geht. Denn es steht außer Frage, dass Elon Musk und Tesla alles tun, um besser dazustehen und zu klingen, als es in der Realität der Fall ist. Dennoch kann man die Verteidigungsstrategie eines 42-jährigen US-Amerikaners nun nur als unverschämt und zynisch bezeichnen.Denn wie die Tageszeitung Star Tribune aus Minneapolis, Minnesota, berichtet, kam es im vergangenen November zu einem tragischen Unfall, bei dem eine Frau starb, während sie ihren Hund ausführte. Die Ärztin Cathy Donovan wurde von einem Tesla angefahren, der dann Fahrerflucht beging.
Der Fahrer konnte einige Wochen später ausfindig gemacht werden. Auf die Spur kamen ihm die Ermittler, nachdem ein abgebrochener Scheibenwischer neben dem Unfallopfer gefunden wurde, dazu kamen Smartphone-Ortungsdaten, Überwachungsaufnahmen, Schäden am Fahrzeug sowie Haare des Opfers, die eindeutige Hinweise auf den geflohenen Fahrer gaben.
Der Fahrer hat zunächst geleugnet, dass er der Verantwortliche ist, mittlerweile schließt er das nicht mehr aus. Nun meint er aber, dass er sich nicht mehr daran erinnern kann, die Frau angefahren zu haben. Sein Anwalt meint, dass sein Mandant den Unfall vermutlich nicht mitbekommen habe, weil sich der Tesla in FSD-Modus befunden und er gleichzeitig Mails gelesen habe. Aus den Berichten bzw. Aussagen des Fahrers ist allerdings nicht ganz klar, ob er Autopilot oder FSD meint, klar ist aber, dass er Tesla-Funktionen die Schuld gibt.
Ob ihm diese Strategie etwas nutzt, ist höchst fraglich: Denn für beide Funktionen schreibt Tesla vor, dass die Aufmerksamkeit auf der Straße liegen muss, damit der Fahrer immer in der Lage ist, auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren.
Zusammenfassung
- Teslas Full Self-Driving wird kritisch betrachtet
- Fähigkeiten von Autopilot und FSD oft überschätzt
- Unfall mit Todesfolge durch Fahrerflucht
- Ermittler fanden den Fahrer durch diverse Hinweise
- Fahrer leugnete, erinnert sich nicht an den Unfall
- Anwalt gibt Tesla-Funktionen die Schuld am Unfall
- Tesla schreibt Aufmerksamkeit trotz Autopilot vor
Siehe auch:
- Tesla Cybertruck: Karosserie aus "rostfreiem" Stahl hat Rostprobleme
- Massenentlassung: Tesla will sich im großen Stil von Arbeitern trennen
- Zu viele Probleme: SAP schmeißt Teslas aus seiner Dienstwagen-Flotte
- Tesla soll Sondermüll "absichtlich und fahrlässig" illegal entsorgt haben
- Weil Musk sein Geld nicht bekommt, soll Tesla nach Texas umziehen
Thema:
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