Microsoft lenkt ein: Windows 10/11 bald ohne Edge- und Bing-Zwang

Die tief in Windows 10 und Windows 11 integrierten Bestandteile des Edge-Browsers und der Bing-Suche können in Zukunft deinstalliert werden. Microsoft kommt somit dem Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union nach. Eine erste Preview ist bereits verfügbar.
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Mehr Freiheiten für europäische Nutzer

Microsoft scheint bemüht zu sein, die Vorgaben des Digital Markets Act (DMA) bis spätestens März 2024 einhalten zu können. Entsprechend erhalten Windows-Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ab sofort mehr Ent­schei­dungs­ge­walt, wenn es um die einst essenziellen Systemkomponenten und -anwendungen geht. Sie können sich bei Bedarf gänzlich von Microsofts Standard-Browser Edge und der Bing-Suche verabschieden.

Die Deinstallation von Edge und Bing wird ausschließlich in Europa und nur in Verbindung mit Windows 11 23H2 sowie Windows 10 22H2 oder neueren Versionen der Betriebssysteme möglich sein. Eine passende Windows-11-Vorschau wird seitens der Redmonder im Release Preview Channel (Build 22631.2787) bereitgestellt, nachdem ein Teil zuvor bereits im Dev-Kanal getestet wurde.

Tipp: Um die Anpassungen schon jetzt auszuprobieren, ist die Teilnahme am Windows-Insider-Programm erforderlich. Diesem kann in den Einstellungen unter den Menüpunkten Windows Update → Windows-Insider-Programm beigetreten werden. Wählt hier die Insider-Einstellung "Release Preview". Windows 11 DMANutzer entscheiden bald selbst über ihre Windows-Suchmaschine

Ist das wichtig oder kann das weg?

Das Entfernen sämtlicher Bestandteile von Microsoft Edge sorgt dafür, dass alternative Browser wie Chrome, Firefox und Co. ihrer Aufgabe als echte Standard-Browser vollumfänglich nachkommen können. Trotz entsprechender Einstellungen wurden zuvor etwa Hilfeseiten oder Websuchen über das Startmenü weiterhin in Edge geöffnet, was bisher nur mit diversen Drittanbieter-Tools unterbunden werden konnte.

Entscheiden sich Windows-10- und Windows-11-Nutzer hingegen für die Deinstallation von Microsoft Bing, werden einige Funktionen der Betriebssysteme vorerst ausfallen. So unter anderem die Internetinhalte innerhalb der Startmenü-Suche oder aber die Windows-Widgets, die via Bing und Microsoft News befüllt werden. Allerdings stellt Microsoft hierfür bereits eine Lösung bereit.

Über Microsoft Store-Apps können Entwickler zukünftig Websuchanbieter implementieren, die direkt an die Interoperabilitätspunkte für "Feeds im Windows Widgets Board" und der "Websuche in Windows Search" andocken können. Somit ist es in Zukunft denkbar, die Google-Suche innerhalb des Startmenüs oder aber Inhalte von Google News in Widgets darzustellen.

Der international stark beworbene 'Copilot in Windows' bleibt hingegen weiter auf der Strecke. Aufgrund von Datenschutzmängeln steht das KI-Tool bisher nur in Nordamerika, im Vereinigten Königreich und in Teilen Asiens sowie Südamerikas zur Verfügung. "Wir beabsichtigen, im Laufe der Zeit weitere Märkte hinzuzufügen, darunter auch den EWR", erklärt Microsoft.

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Zusammenfassung
  • Edge-Browser und Bing-Suche bald deinstallierbar
  • Microsoft folgt Digital Markets Act (DMA)
  • Änderungen für Windows 10/11 in Europa
  • Preview im Release Preview Channel verfügbar
  • Echte Standard-Browser ohne Edge
  • Bing-Deinstallation beeinträchtigt Funktionen
  • Drittanbieter für Suche/Widgets möglich
  • 'Copilot in Windows' noch eingeschränkt

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