Microsoft erwog Bing-Verkauf an Apple, um Google zu schaden
Derzeit wird in den USA untersucht, ob Google zu viel Marktmacht hat. Dabei spielt natürlich Microsoft eine wichtige Rolle, denn der Redmonder Konzern betreibt mit Bing den einzigen zahlenmäßig ansatzweise relevanten Konkurrenten. Doch man wollte Bing an Apple verkaufen.
Dies sowie die Rolle von Bing steht auch im Mittelpunkt des aktuellen Kartellverfahrens. Microsoft- sowie Apple-Manager haben bereits in den vergangenen Tagen durch Aussagen aufhorchen lassen, die nicht immer freundlich gegenüber dem jeweils anderen sind. Erst gestern meinte ein Microsoft-Manager, dass Bing für Apple nur "Druckmittel" gegen Google sei.
Doch das bedeutet nicht, dass man hinter den Kulissen nicht dennoch ausführlich miteinander spricht, ganz im Gegenteil. Denn aktuell berichtet Bloomberg, dass Microsoft im Jahr 2020 erwogen hat, seine Suchmaschine Bing an Apple zu verkaufen. Das hätte automatisch Google als voreingestellte Suchmaschine abgelöst.
Apple hat sich die Argumente von Microsoft also wohl angehört, letztlich sprach für das kalifornische Unternehmen aber das Geld eine klare Sprache, den Deal mit Google nicht anzurühren. Denn bis 2020 nahm Apple nach Angaben des US-Justizministeriums jährlich zwischen vier und sieben Milliarden Dollar aus der Vereinbarung mit Google ein. Das ist auch der Grund, warum man keine besondere Lust hatte, Bing zu übernehmen und Microsoft das Angebot zurückzog.
Siehe auch:
Apple: Wir machen alles außer Suchmaschinen
Es ist schon lange ein kleines Kuriosum des Technik-Geschäfts, dass Apple zwar alle nur denkbaren Hard- und Software-Lösungen in seinem Angebot hat, sich dort aber ausgerechnet keine Suchmaschine befindet. Stattdessen ist auf Apple-Geräten Google voreingestellt.Dies sowie die Rolle von Bing steht auch im Mittelpunkt des aktuellen Kartellverfahrens. Microsoft- sowie Apple-Manager haben bereits in den vergangenen Tagen durch Aussagen aufhorchen lassen, die nicht immer freundlich gegenüber dem jeweils anderen sind. Erst gestern meinte ein Microsoft-Manager, dass Bing für Apple nur "Druckmittel" gegen Google sei.
Doch das bedeutet nicht, dass man hinter den Kulissen nicht dennoch ausführlich miteinander spricht, ganz im Gegenteil. Denn aktuell berichtet Bloomberg, dass Microsoft im Jahr 2020 erwogen hat, seine Suchmaschine Bing an Apple zu verkaufen. Das hätte automatisch Google als voreingestellte Suchmaschine abgelöst.
Sondierungsgespräche
Microsoft-Manager haben sich auch mit Eddy Cue, dem für Dienste zuständigen Apple-Manager getroffen, um einen Verkauf zu besprechen. Allerdings kann man hier nicht von Verhandlungen sprechen, laut Bloomberg waren die Gespräche nur sondierend und hatten nie ein fortgeschrittenes Stadium erreicht, so die Quellen des Wirtschaftsportals.Apple hat sich die Argumente von Microsoft also wohl angehört, letztlich sprach für das kalifornische Unternehmen aber das Geld eine klare Sprache, den Deal mit Google nicht anzurühren. Denn bis 2020 nahm Apple nach Angaben des US-Justizministeriums jährlich zwischen vier und sieben Milliarden Dollar aus der Vereinbarung mit Google ein. Das ist auch der Grund, warum man keine besondere Lust hatte, Bing zu übernehmen und Microsoft das Angebot zurückzog.
Zusammenfassung
- Kartellverfahren untersucht Googles Marktmacht in den USA
- Microsoft erwog 2020, Bing an Apple zu verkaufen
- Apple hat keine eigene Suchmaschine, verwendet stattdessen Google
- Verkauf von Bing hätte Google als Suchmaschine abgelöst
- Gespräche zwischen Microsoft und Apple waren nur sondierend
- Apple verdient jährlich 4-7 Milliarden Dollar durch Google
- Microsoft zog Angebot zurück, da Apple kein Interesse an Bing hatte
Siehe auch:
- Google killt nächstes Produkt: Podcasts wird für YouTube Music geopfert
- Microsoft vor Gericht: Für Apple ist Bing nur "Druckmittel" gegen Google
- Google Pixel 8 (Pro) & Pixel Watch 2: Viele offizielle Bilder geleakt
- Apple-Manager: Es gibt doch gar keine Alternative zur Google-Suche
- Google stellt HTML-Version von Gmail ein: Was das für Nutzer bedeutet
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