Microsoft stoppt penetrante Bing-Werbung, die sich über Spiele legte

Microsoft hat eine über Windows 11 ausgespielte Werbekampagne für seine hauseigene Suchmaschine Bing gestoppt, bei der man ein Popup anzeigen ließ, das auf höchst penetrante Art und Weise sogar Spiele im Vollbildbetrieb überlagerte.
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Bing-Werbung wurde über allen Programmen angezeigt

Nachdem es Proteste von Anwendern gab, hat Microsoft die Auslieferung einer kürzlich gestarteten Banner-Kampagne gestoppt, mit der man Anwender ins Visier nahm, die Google Chrome nutzen und Google als ihre Standard-Suchmaschine gesetzt haben.

Dabei ließ Microsoft seine Popup-Werbung in den Betriebssystemen sogar dann erscheinen, wenn die Nutzer gerade ein Spiel im Vollbildmodus verwendeten. Das Gleiche galt auch für alle anderen Anwendungen, die von der Werbung überlagert wurden. Die Werbung wurde über die Taskleiste ausgeliefert und forderte die Nutzer auf, doch bitte einmal Microsoft Bing als Standard-Suchmaschine für Chrome zu verwenden. Bing-Popup in Windows 11 (Overlay-Werbung) Gegenüber WindowsLatest erklärte Microsoft jetzt, dass man die Kampagne gestoppt habe. Man sei sich bewusst, dass die Werbung die Benachrichtigungseinstellungen der Betriebssysteme ignorierte und sämtliche Programme überlagerte. Angesichts dessen sei das Vorgehen vorerst gestoppt worden, während man die Situation untersuchen will.

Microsoft realisiert die Werbe-Pop-ups mithilfe eines kleinen Programms namens BGAUpsell.exe, die mit dem Hintergrund-Service Bing Service 2.0 zusammen­hängt, welcher wiederum Bing unter Windows 10 und 11 "verbessern" soll. Unter anderem prüft das Tool, ob Edge innerhalb der letzten 48 Stunden verwendet wurde. Außerdem scheint Microsoft erkennen zu können, welche Standard-Suchmaschine in Chrome ausgewählt ist, sodass die Werbung nur bei entsprechend konfigurierten Systemen angezeigt wird.

Die Redmonder leisten sich immer wieder ähnliche Aktionen und hatten zuletzt unter anderem dafür gesorgt, dass das Installationsprogramm für Google Chrome beim Download über den Microsoft Edge-Browser als mögliches Schadprogramm erkannt wurde. Google nutzt durchaus ähnliche Taktiken und lässt zum Beispiel beim Zugriff auf YouTube, Gmail oder andere Dienste aus seinem Angebot mit dem Edge-Browser Werbung für den Chrome-Browser anzeigen.

Zusammenfassung
  • Microsoft stoppt Werbekampagne für Bing nach Nutzerprotesten
  • Die Pop-up-Werbung überlagerte sogar Spiele im Vollbildmodus
  • Werbung zielte auf Nutzer, die Chrome und Google als Suchmaschine nutzen
  • Die Werbung ignorierte die Benachrichtigungseinstellungen
  • Programm BGAUpsell.exe für die Auslieferung der Werbe-Pop-ups genutzt
  • Microsoft kann prüfen, welche Suchmaschine in Chrome ausgewählt ist

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