Frankreich fordert mehr Kernkraft:
Voulez-vous coucher avec nucléaire?
Es ist eine Tatsache, dass die Klimakrise bekämpft werden muss, darauf können sich die meisten Staaten auch einigen. Beim Wie sieht die Sache aber anders aus, denn hier gehen die Meinungen auseinander. Frankreich etwa fordert eine weltweite Verdreifachung der Atomkraft.
Denn wie die französische Zeitung Libération schreibt, will Frankreich auf der UN-Klimakonferenz 2023 in Dubai (COP 28) dazu aufrufen, die weltweite Produktion von Atomenergie stark auszubauen. Konkret will Paris bis zum Jahr 2050 eine Verdreifachung der nuklearen Produktionskapazitäten vorschlagen. Den Plan unterstützen fünf weitere Staaten, Großbritannien, die Vereinigten Staaten, Schweden, Südkorea und die Vereinigten Arabischen Emirate. Frankreich hofft, insgesamt 40 Staaten dafür zu gewinnen. Infografik Stromerzeugung: Folgekosten von Atomstrom am höchsten
Laut Pannier-Runacher sei es gar nicht möglich, die vom Pariser Klimaabkommen vorgesehene Einschränkung auf 1,5 Grad Celsius an maximaler Erwärmung (im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter) ohne Atomkraft zu erreichen bzw. zu halten. Frankreich will einerseits neue Länder für die Atomkraft gewinnen, andererseits sollen Staaten wie China zum Bau weiterer Kraftwerke animiert werden.
Siehe auch:
Erneuerbare Energie oder doch Atomkraft?
Wie lässt sich der globale Kohlendioxid-Ausstoß reduzieren und daher die Erderwärmung eindämmen? In der Regel fallen als Antwort Begriffe wie Solar- und Windkraft, erneuerbare Energien und so weiter. In Frankreich nimmt man hingegen einen kräftigen Schluck aus der Rotweinpulle und sagt: "Non, mesdames et messieurs, énergie nucléaire!"Denn wie die französische Zeitung Libération schreibt, will Frankreich auf der UN-Klimakonferenz 2023 in Dubai (COP 28) dazu aufrufen, die weltweite Produktion von Atomenergie stark auszubauen. Konkret will Paris bis zum Jahr 2050 eine Verdreifachung der nuklearen Produktionskapazitäten vorschlagen. Den Plan unterstützen fünf weitere Staaten, Großbritannien, die Vereinigten Staaten, Schweden, Südkorea und die Vereinigten Arabischen Emirate. Frankreich hofft, insgesamt 40 Staaten dafür zu gewinnen. Infografik Stromerzeugung: Folgekosten von Atomstrom am höchsten
Wer zahlt?
Das größte Aber dieses Vorschlags ist freilich die Finanzierung. Denn Atomkraft mag zwar bezüglich des CO₂-Ausstoßes eine gute Idee sein, sie ist aber alles andere als günstig (von der Frage nach dem atomaren Abfall ganz zu schweigen). Dementsprechend sieht der französische Vorschlag vor, die Weltbank und andere Entwicklungsbanken dazu aufzurufen, Anstrengungen zur Finanzierung der Atomenergie zu unternehmen, "was diese heute nicht tun", so die zuständige Ministerin Agnès Pannier-Runacher.Laut Pannier-Runacher sei es gar nicht möglich, die vom Pariser Klimaabkommen vorgesehene Einschränkung auf 1,5 Grad Celsius an maximaler Erwärmung (im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter) ohne Atomkraft zu erreichen bzw. zu halten. Frankreich will einerseits neue Länder für die Atomkraft gewinnen, andererseits sollen Staaten wie China zum Bau weiterer Kraftwerke animiert werden.
Zusammenfassung
- Klimakrise: Staaten uneins über Lösungswege
- Frankreich will Atomkraft verdreifachen
- COP 28: Paris will nuklearen Ausbau bis 2050
- Unterstützung von GB, USA, Schweden, Südkorea, VAE
- Finanzierung durch Weltbank gefordert
- Atomkraft als Schlüssel zur 1,5-Grad-Celsius-Zielsetzung
Siehe auch:
- Saubere, sichere Kernkraft: Forscher arbeiten an Schmelz-Salz-Reaktor
- Olkiluoto 3: Hoffnungs-Reaktor der Kernkraft-Freunde mit Problemen
- Eurosolar: Kernkraft-Debatte blockiert einfach nur echte Lösungen
- Klimaschützer empört: EU klassifiziert Kernkraft und Gas als "grün"
- US-Militär will bis 2027 neue Kernkraft-Systeme im Weltraum haben
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