Olkiluoto 3: Hoffnungs-Reaktor der Kernkraft-Freunde mit Problemen
Die Verfechter der Kernenergie können derzeit schlecht auf das gebeutelte Musterland Frankreich verweisen. Daher weicht man in Debatten aktuell gern auf Finnland aus, das gerade dabei ist, seinen bisher größten Reaktor in Betrieb zu nehmen - doch auch hier gibt es Probleme.
Die Anlage "Olkiluoto 3" musste gestern für einen Zeitraum von elf Stunden vom Netz genommen werden, nachdem es erneut zu Störungen gekommen war. Der Reaktor liefert zwar bereits Strom in das finnische Netz, befindet sich offiziell aber noch im Testbetrieb. Nach Angaben des Betreiberkonzerns Teollisuuden Voima sei die Sicherheit der Anlage durch den Zwischenfall nicht beeinträchtigt gewesen.
Die Probleme tauchten dem Vernehmen nach in der Turbine auf. Daraufhin gab es einen Spannungsabfall auf null und die Anlage wurde vom Netz genommen, um die Ursachen zu untersuchen und den Fehler zu beheben. Inzwischen soll die Störung behoben worden sein, sodass die Produktion wieder aufgenommen werden konnte. Das Problem reiht sich dabei allerdings in eine inzwischen sehr lange Serie von Schwierigkeiten ein.
Wenn alles gut läuft, soll der Reaktor dann eine Leistung von bis zu 1,6 Gigawatt bringen. Damit kann die Anlage bis zu 14 Prozent zum Strommarkt Finnlands beitragen. Das ist eine ordentliche Menge, doch bei Problemen lässt sich ein Ausfall umso schwerer verkraften. Der Betreiber hofft daher jetzt vor allem, dass die Anlage in den kommenden Monaten - wenn der europäische Energiemarkt im Winter ohnehin angespannt ist - durchlaufen kann.
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Die Probleme tauchten dem Vernehmen nach in der Turbine auf. Daraufhin gab es einen Spannungsabfall auf null und die Anlage wurde vom Netz genommen, um die Ursachen zu untersuchen und den Fehler zu beheben. Inzwischen soll die Störung behoben worden sein, sodass die Produktion wieder aufgenommen werden konnte. Das Problem reiht sich dabei allerdings in eine inzwischen sehr lange Serie von Schwierigkeiten ein.
Spät und teuer
So ist Olkiluoto 3 auf der einen Seite ein wichtiger Hoffnungsanker dafür, dass die Nutzung der Kernenergie doch noch eine Zukunft haben könnte. Allerdings kann auch bei diesem Reaktor nicht davon gesprochen werden, dass ein solide umgesetztes Bauprojekt für günstige Stromerzeugung auf den Weg gebracht wurde. Eigentlich sollte Olkiluoto 3 schließlich bereits im Jahr 2009 in den Regelbetrieb gehen - das wird der Reaktor nun voraussichtlich zum Ende dieses Jahres und mit 13 Jahren Verspätung schaffen. Die Kosten werden dann von den vorgesehenen 3 Milliarden Euro auf rund 11 Milliarden Euro gestiegen sein.Wenn alles gut läuft, soll der Reaktor dann eine Leistung von bis zu 1,6 Gigawatt bringen. Damit kann die Anlage bis zu 14 Prozent zum Strommarkt Finnlands beitragen. Das ist eine ordentliche Menge, doch bei Problemen lässt sich ein Ausfall umso schwerer verkraften. Der Betreiber hofft daher jetzt vor allem, dass die Anlage in den kommenden Monaten - wenn der europäische Energiemarkt im Winter ohnehin angespannt ist - durchlaufen kann.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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