Kein Backup wegen Datenschutz:
Abitur-iPads in Koblenz plötzlich leer
Wie eine schlecht geplante IT-Ausstattung von Schulen zu großen Problemen führen kann, zeigt sich aktuell für die Gymnasiasten in Koblenz. Während die Abitur-Prüfungen näher rücken, sind umfangreiche digitale Notizen schlichtweg verschwunden.
Als sich die Schüler kürzlich einloggen wollten, sei aber gar nichts mehr passiert. Alle Daten waren von den Geräten verschwunden. Und das ist ein Problem. Die zuständigen Stellen hatten dafür gesorgt, dass keine externen Backups in der Cloud oder einem lokalen Speichermedium angefertigt werden konnten - aus Gründen des Datenschutzes, wie es hieß.
"Mich und meine Stufe betrifft das sehr hart, da wir in drei Monaten das Abitur schreiben und rein gar nichts mehr zum Lernen bleibt", wird ein Schüler zitiert. Ob die Daten irgendwie wiederhergestellt werden können, lässt sich bisher nicht sagen. Die Schule sucht allerdings mit Hochdruck nach einer Lösung.
Auch vom zuständigen Ministerium des Landes kamen inzwischen positive Signale. Vorrangiges Ziel sei es, die Schüler gut auf das Abitur vorzubereiten, die Termine für die vorbereitenden Kursarbeiten sind daher aufgrund der Situation auch nicht in Stein gemeißelt. Und der Landesdatenschutzbeauftragte in Rheinland-Pfalz, Dieter Kugelmann, erklärte, dass es aus Sicht seiner Behörde durchaus möglich sei, Backups gesetzeskonform anzufertigen. Warum das nicht geschehen ist, bleibt wohl unklar.
Siehe auch:
Einige Geräte verschont
Wie der SWR berichtet, wurden die Schulen von der Stadt mit Tablets und Notebooks ausgestattet. Viele angehende Abiturienten arbeiteten mit iPads. Auf diese bekamen sie das Lehrmaterial ausgespielt und sie konnten direkt auf den Geräten Notizen mitschreiben und Aufgaben bearbeiten.Als sich die Schüler kürzlich einloggen wollten, sei aber gar nichts mehr passiert. Alle Daten waren von den Geräten verschwunden. Und das ist ein Problem. Die zuständigen Stellen hatten dafür gesorgt, dass keine externen Backups in der Cloud oder einem lokalen Speichermedium angefertigt werden konnten - aus Gründen des Datenschutzes, wie es hieß.
"Mich und meine Stufe betrifft das sehr hart, da wir in drei Monaten das Abitur schreiben und rein gar nichts mehr zum Lernen bleibt", wird ein Schüler zitiert. Ob die Daten irgendwie wiederhergestellt werden können, lässt sich bisher nicht sagen. Die Schule sucht allerdings mit Hochdruck nach einer Lösung.
Landesebene bemüht sich
Schlimmstenfalls könnte diese so aussehen, dass sich die Schüler untereinander aushelfen müssen. Denn es sind nicht alle Geräte betroffen, sondern nur jene, die zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt im WLAN eingeloggt waren. Auf diesen wurde in jenem Moment eine Abmeldung der Accounts in der Verwaltungssoftware im Netzwerk vollzogen, was mit der Löschung der Daten von den Geräten einherging.Auch vom zuständigen Ministerium des Landes kamen inzwischen positive Signale. Vorrangiges Ziel sei es, die Schüler gut auf das Abitur vorzubereiten, die Termine für die vorbereitenden Kursarbeiten sind daher aufgrund der Situation auch nicht in Stein gemeißelt. Und der Landesdatenschutzbeauftragte in Rheinland-Pfalz, Dieter Kugelmann, erklärte, dass es aus Sicht seiner Behörde durchaus möglich sei, Backups gesetzeskonform anzufertigen. Warum das nicht geschehen ist, bleibt wohl unklar.
Zusammenfassung
- IT-Panne: Digitale Notizen fürs Abitur weg
- Koblenzer Gymnasiasten betroffen
- Stadt stellte Tablets/Notebooks bereit
- Keine externen Backups erlaubt
- Schule sucht Lösung für Datenverlust
- Nicht alle Geräte von Löschung betroffen
- Ministerium flexibel bei Kursarbeiten
- Datenschutzbehörde: Backups möglich
Siehe auch:
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