Pragmatische Idee: So stellt man die KI in Schulprüfungen einfach kalt
Seitdem die Öffentlichkeit breiter Notiz von den Fähigkeiten der modernen KI-Chatbots genommen hat, befürchtet man zunehmend, dass Lehrkräfte zukünftig eher KI-Leistungen als Lernergebnisse bewerten werden. In Baden-Württemberg hat man allerdings eine ziemlich pragmatische Idee.
Verschiedene Anbieter hatten bereits Dienste gestartet, mit denen man angeblich mit einiger Sicherheit herausfinden können soll, ob ein bestimmter Text von einem Menschen oder einem KI-Algorithmus geschrieben wurde. Selbst Branchen-Primus OpenAI, von dem das führende System ChatGPT bereitgestellt wird, musste sein entsprechendes Tool aber zurückziehen, weil dieses einfach miserable Trefferquoten bot.
Insofern dürfte es wirklich der sicherste Weg sein, wichtige Aufgaben entweder mündlich bearbeiten zu lassen, oder aber eine kontrollierte Prüfungs-Situation für schriftliche Arbeiten zu organisieren.
Schoppers Chef, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, hat die Frage, wie die schon gut ausgelasteten Schulen dies zusätzlich leisten sollen, mit einer durchaus radikalen Idee beantwortet: Er räumte zwar ein, dass gute Englischkenntnisse wichtig seien. Ob man darüber hinaus an den Schulen aber verpflichtend eine zweite Fremdsprache unterrichten müsse, stellte er aber infrage. Denn: "In zehn Jahren wird sich jeder einen Knopf ins Ohr setzen - und der übersetzt das simultan, was da gesprochen wird. Das wird so kommen", so Kretschmann.
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Mündlich bleibt die KI draußen
Die dortige Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) will sich keineswegs darauf verlassen, dass technische Tools bei der Erkennung von KI-generierten Texten helfen werden. Stattdessen bringt sie eine ziemlich einfache Lösung des Problems ins Spiel: "Wir werden voraussichtlich deutlich mehr zu mündlichen Prüfungen übergehen, weil man nur so herausfinden kann, ob etwas wirklich verstanden worden ist", sagte sie gegenüber dem SWR.Verschiedene Anbieter hatten bereits Dienste gestartet, mit denen man angeblich mit einiger Sicherheit herausfinden können soll, ob ein bestimmter Text von einem Menschen oder einem KI-Algorithmus geschrieben wurde. Selbst Branchen-Primus OpenAI, von dem das führende System ChatGPT bereitgestellt wird, musste sein entsprechendes Tool aber zurückziehen, weil dieses einfach miserable Trefferquoten bot.
Insofern dürfte es wirklich der sicherste Weg sein, wichtige Aufgaben entweder mündlich bearbeiten zu lassen, oder aber eine kontrollierte Prüfungs-Situation für schriftliche Arbeiten zu organisieren.
Andere Bildung nötig
Die neuen technischen Entwicklungen sollen laut Schopper aber auch darüber hinaus eine Rolle in der Bildungspolitik spielen. Durch die neuen Systeme sei es noch wichtiger geworden, den Heranwachsenden eine entsprechende Medienkompetenz zu vermitteln, damit diese auch in der Lage sind, täuschend echt wirkende Fotos oder Videos, die von KIs erstellt werden, zu erkennen und einzuordnen.Schoppers Chef, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, hat die Frage, wie die schon gut ausgelasteten Schulen dies zusätzlich leisten sollen, mit einer durchaus radikalen Idee beantwortet: Er räumte zwar ein, dass gute Englischkenntnisse wichtig seien. Ob man darüber hinaus an den Schulen aber verpflichtend eine zweite Fremdsprache unterrichten müsse, stellte er aber infrage. Denn: "In zehn Jahren wird sich jeder einen Knopf ins Ohr setzen - und der übersetzt das simultan, was da gesprochen wird. Das wird so kommen", so Kretschmann.
Zusammenfassung
- Kultusministerin will mehr mündliche Prüfungen, um KI auszuschließen.
- OpenAI musste KI-Erkennungstool wegen schlechter Trefferquote zurückziehen.
- Schopper: Medienkompetenz wichtig.
- Kretschmann: Zweite Fremdsprache an Schulen infrage gestellt.
- Kretschmann: In 10 Jahren Knopf ins Ohr, der simultan übersetzt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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