Tesla Grünheide: Ungewöhnlich viele Arbeitsunfälle zu verzeichnen
Das Tesla-Werk in Brandenburg sorgt erneut für negative Schlagzeilen. Ein Bericht des Sterns vermeldet unter Berufung auf Dokumente von Behörden und Rettungsdiensten überdurchschnittlich viele Arbeitsunfälle und andere Probleme.
Dem Stern liegen aber auch Dokumente der örtlichen Rettungsstellen vor. Laut diesen wurden Rettungs-Wagen und -Hubschrauber binnen des ersten Jahres nach der Eröffnung des Betriebes immerhin 247 Mal auf das Werksgelände beordert. Umgerechnet auf die Belegschaftsgröße käme etwa das Ingolstädter Audi-Werk nur auf ein Drittel dieser Menge.
Die zuständige Gewerkschaft IG Metall ist alarmiert. "Diese Häufigkeit an Arbeitsunfällen ist nicht normal", erklärte Dirk Schulze, der als Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen auch eine Reihe anderer Autowerke in seinem Bereich hat. Er habe größte Sorge, "dass irgendwann jemand zu Tode kommt".
Allerdings müsse man hier laut der Behörde differenzieren. Die gemeldeten Vorfälle umfassen in sogenannte Betriebsstörungen - konkret geht es um einige Brände oder ausgelaufene Lacke und Diesel. Größere Störfälle im Sinn der Störfallverordnung seien nicht registriert worden. Tesla selbst teilte mit, dass die Vorfälle im Wesentlich während der Baumaßnahmen passierten und Korrekturmaßnahmen getroffen worden seien, wo dies nötig war. Bleibende Umweltschäden habe es nicht gegeben - was wohl die offiziellen Wasseruntersuchungen um das Werk auch bestätigen.
Siehe auch:
Tesla Grünheide: Bericht enthüllt hohe Unfallzahlen
Über einen längeren Zeitpunkt hinweg habe es auf dem Werksgelände in Grünheide fast täglich Arbeitsunfälle gegeben. Tesla selbst meldete demnach 190 Vorfälle an das Landesamt für Arbeitsschutz - und dies nur im Zeitraum von Juni bis September des letzten Jahres. Meldepflichtig sind dabei Unfälle, bei denen der Arbeitnehmer mindestens drei Tage lang ausfällt.Dem Stern liegen aber auch Dokumente der örtlichen Rettungsstellen vor. Laut diesen wurden Rettungs-Wagen und -Hubschrauber binnen des ersten Jahres nach der Eröffnung des Betriebes immerhin 247 Mal auf das Werksgelände beordert. Umgerechnet auf die Belegschaftsgröße käme etwa das Ingolstädter Audi-Werk nur auf ein Drittel dieser Menge.
Die zuständige Gewerkschaft IG Metall ist alarmiert. "Diese Häufigkeit an Arbeitsunfällen ist nicht normal", erklärte Dirk Schulze, der als Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen auch eine Reihe anderer Autowerke in seinem Bereich hat. Er habe größte Sorge, "dass irgendwann jemand zu Tode kommt".
26 Umwelt-Vorfälle
Neben Arbeitsunfällen kommt es wohl regelmäßig auch zu den Umweltvorfällen, die von den Bürgern der umliegenden Orte immer wieder befürchtet werden - denn das Tesla-Werk steht teilweise auf dem Trinkwasser-Einzugsgebiet der Region. 26 Havarien registrierte das Landesamt für Umwelt demnach.Allerdings müsse man hier laut der Behörde differenzieren. Die gemeldeten Vorfälle umfassen in sogenannte Betriebsstörungen - konkret geht es um einige Brände oder ausgelaufene Lacke und Diesel. Größere Störfälle im Sinn der Störfallverordnung seien nicht registriert worden. Tesla selbst teilte mit, dass die Vorfälle im Wesentlich während der Baumaßnahmen passierten und Korrekturmaßnahmen getroffen worden seien, wo dies nötig war. Bleibende Umweltschäden habe es nicht gegeben - was wohl die offiziellen Wasseruntersuchungen um das Werk auch bestätigen.
Zusammenfassung
- Tesla-Werk in Brandenburg mit hoher Unfallrate
- 190 Arbeitsunfälle von Juni bis September gemeldet
- Rettungsdienste 247 Mal im ersten Betriebsjahr gerufen
- IG Metall besorgt über hohe Unfallhäufigkeit
- 26 Umweltvorfälle auf Trinkwasser-Einzugsgebiet registriert
- Vorfälle umfassen Betriebsstörungen wie Brände, ausgelaufene Lacke
- Offizielle Untersuchungen bestätigen keine bleibenden Umweltschäden
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