Netflix verliert Kunden, Piraterie explodiert:
Die Lösung wäre so einfach
Netflix hat bisher kein gutes Jahr und das ist noch vorsichtig formuliert. Denn der Streaming-Dienst hat zuletzt zum ersten Mal seit langem Abonnenten verloren. Seither sucht Netflix Wege aus der Krise, denn gleichzeitig ist auch klar, dass Nutzer wieder zu illegalen Angeboten greifen.
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Kenner des Streaming-Geschäfts sehen schon seit Jahren das Problem heraufziehen, das sich durch die Fragmentierung und die steigenden Abo-Kosten ergibt. Anders gesagt: Die Dienste werden nicht nur zahlenmäßig mehr, sondern auch immer teurer. Das bekommt vor allem Marktführer Netflix zu spüren, denn der auf Wachstum getrimmte Streaming-Riese hat zuletzt sogar Abonnenten verloren.
Die Abonnenten, die sich alle verfügbaren Streaming-Angebote nicht mehr leisten können oder wollen, greifen zu bewährten Mitteln: dem Filesharing. Das zeigen aktuelle Zahlen des Anti-Piraterie-Dienstleisters Muso. Das ist auch deshalb etwas paradox, weil Netflix vor Jahren mit- oder sogar hauptverantwortlich war, illegale Downloads von Filmen und Serien einzudämmen.
In einem Gastbeitrag auf Forbes sowie im eigenen Blog schreibt Muso-Chef Andy Chatterley (via TorrentFreak), dass Piraterie für viele wieder interessant wird. Das hat vor allem zwei Gründe: Fragmentierung und gestiegene Preise. Das bedeutet, dass illegale Downloads von Netflix-Inhalten im vergangenen Juni in den USA auf 11,4 Prozent Anteil kommen, weltweit sind es sogar 16 Prozent.
Der Trend zu mehr Piraterie betrifft aber die gesamte Unterhaltungsindustrie: Daten von Muso zeigen, dass Piraterie in allen Medienbereichen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 um 25 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2021 gestiegen ist.
Während Spotify ein Komplett-Angebot zu fast aller verfügbarer Musik bietet, gibt es so etwas im TV- und Heimkino-Bereich nicht. Chatterley zeigt aber nicht mit dem Finger auf Piraten, sondern weiß, wie man dem ein Ende setzen könnte: "Indem man einen umfassenden und preisgünstigen Service anbietet, macht man Piraterie weniger attraktiv."
Er weiß aber sehr wohl, dass das nicht realistisch ist: "Doch angesichts der Tatsache, dass die Anbieter von Inhalten Milliarden in ihre Plattformen investieren und entschlossen sind, ihre Sendungen exklusiv auf diesen Plattformen zu halten, scheint dies reine Fantasie zu sein. Der Rückgang der Abonnentenzahlen scheint sich also fortzusetzen, und die Piraterie-Websites werden sie weiterhin mit offenen Armen empfangen."
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Kenner des Streaming-Geschäfts sehen schon seit Jahren das Problem heraufziehen, das sich durch die Fragmentierung und die steigenden Abo-Kosten ergibt. Anders gesagt: Die Dienste werden nicht nur zahlenmäßig mehr, sondern auch immer teurer. Das bekommt vor allem Marktführer Netflix zu spüren, denn der auf Wachstum getrimmte Streaming-Riese hat zuletzt sogar Abonnenten verloren.
Die Abonnenten, die sich alle verfügbaren Streaming-Angebote nicht mehr leisten können oder wollen, greifen zu bewährten Mitteln: dem Filesharing. Das zeigen aktuelle Zahlen des Anti-Piraterie-Dienstleisters Muso. Das ist auch deshalb etwas paradox, weil Netflix vor Jahren mit- oder sogar hauptverantwortlich war, illegale Downloads von Filmen und Serien einzudämmen.
Fragmentierung und zu hohe Kosten
Zwar verschwand Piraterie nie ganz, aber viele machten sich schlichtweg nicht länger die Mühe, etwas teils mühsam herunterzuladen, wenn man es gegen ein noch verhältnismäßig günstiges Abo auf Knopfdruck bekommen konnte - ähnlich, wie es Spotify im Musikgeschäft gemacht hat.In einem Gastbeitrag auf Forbes sowie im eigenen Blog schreibt Muso-Chef Andy Chatterley (via TorrentFreak), dass Piraterie für viele wieder interessant wird. Das hat vor allem zwei Gründe: Fragmentierung und gestiegene Preise. Das bedeutet, dass illegale Downloads von Netflix-Inhalten im vergangenen Juni in den USA auf 11,4 Prozent Anteil kommen, weltweit sind es sogar 16 Prozent.
Der Trend zu mehr Piraterie betrifft aber die gesamte Unterhaltungsindustrie: Daten von Muso zeigen, dass Piraterie in allen Medienbereichen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 um 25 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2021 gestiegen ist.
Gürtel werden enger geschnallt
Chatterley: "Angesichts einer immer unübersichtlicheren Streaming-Landschaft rechnet der Verbraucher nach und stellt fest, dass der Zugang zu allen Sendungen, die er sehen möchte, keine vertretbaren Ausgaben sind, wenn sich die Lebensmittelrechnung verdoppelt hat und er mit dem Fahrrad oder in Fahrgemeinschaften zur Arbeit fährt, um Benzin zu sparen."Während Spotify ein Komplett-Angebot zu fast aller verfügbarer Musik bietet, gibt es so etwas im TV- und Heimkino-Bereich nicht. Chatterley zeigt aber nicht mit dem Finger auf Piraten, sondern weiß, wie man dem ein Ende setzen könnte: "Indem man einen umfassenden und preisgünstigen Service anbietet, macht man Piraterie weniger attraktiv."
Er weiß aber sehr wohl, dass das nicht realistisch ist: "Doch angesichts der Tatsache, dass die Anbieter von Inhalten Milliarden in ihre Plattformen investieren und entschlossen sind, ihre Sendungen exklusiv auf diesen Plattformen zu halten, scheint dies reine Fantasie zu sein. Der Rückgang der Abonnentenzahlen scheint sich also fortzusetzen, und die Piraterie-Websites werden sie weiterhin mit offenen Armen empfangen."
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