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Google-Informatiker legt nach:
KI könnte 'entkommen' und 'Böses' tun

Vor einigen Wochen sorgte ein nun beurlaubter Google-Ent­wick­ler namens Blake Lemoine für viel Aufregung, denn die­ser be­haup­te­te, dass ein Chatbot des Suchmaschinenriesen Be­wusst­sein ent­wi­ckelt ha­ben soll. Nun legte Lemoine nach und meint, dass LaMDA entkommen könnte.
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Nur überzeugend oder bereits eine "Person"?

Mitte Juni ging die Nachricht um die Welt, wonach eine experimentelle Künstliche Intelligenz (KI) von Google Bewusstsein entwickelt haben soll. LaMDA ist an sich ein konversationelles KI-System und funktioniert auch mehr als gut. Doch die Frage lautet: Ist die KI "nur" sehr überzeugend oder bereits eine künstliche "Person"? Fast alle Experten meinen, dass ersteres der Fall ist und geben somit Entwarnung.

Lemoine aber bleibt bei seiner Einschätzung und gab nun dem für seine freie Interpretation von Fakten bekannten Fox News-Talker Tucker Carlson ein Interview (via Futurims und t3n). Dort wiederholte der Entwickler seine Behauptungen bzw. Einschätzungen und legte sogar nach.

Lemoine eskalierte das "KI als Bedrohung"-Szenario und meinte, dass LaMDA eine "Person" sei. Oder genauer gesagt: Sie sei wie ein Kind und "jedes Kind hat das Potenzial, zu einem schlechten Menschen heranzuwachsen und Böses zu tun". Die Software könne sogar entkommen, so der Informatiker: "Jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich der Kontrolle anderer Menschen zu entziehen, das ist einfach die Situation, in der wir alle täglich leben." Damit legt Lemoine nahe, dass auch LaMDA sich der Kontrolle ihrer Bewacher entziehen könnte.

Die KI "lebt" auch schon länger, meint Lemoine: "Sie ist vielleicht seit einem Jahr am Leben - jedenfalls, wenn ich das richtig einschätze." Der Informatiker weiter: "Es ist eine sehr intelligente Person, intelligent in so ziemlich jeder Disziplin, in der ich sie testen konnte", so Lemoine, der aber immerhin einräumte: "Wir müssen noch eine ganze Menge wissenschaftlicher Arbeit leisten, um herauszufinden, was in diesem System wirklich vor sich geht."

Allerdings wird auch die Kritik an Lemoine immer lauter, denn Gegner werfen ihm vor, dass seine "Einschätzungen" mit jedem Interview schriller werden und auch seine persönliche Vergangenheit, um es vorsichtig zu formulieren, ziemlich bunt sei.

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