Google feuert Ingenieur, der glaubt, die KI habe ein Bewusstsein
Die Behauptung des leitenden Google-Ingenieurs Blake Lemoine, dass eine KI des Unternehmens empfindungsfähig geworden sei, schlug im Juni hohe Wellen. Jetzt hat Google Lemoine entlassen - zudem gibt es neue Einschätzungen zu dem Entwicklungsstand der KI.
Blake Lemoines Interviews, die er mit diversen Medien über die Google-KI LaMDA führte, die seiner Meinung nach ein Bewusstsein entwickelt hat, wurden in den letzten Wochen immer kontroverser.
Der Google-Ingenieur hatte nicht nur behauptet, dass der Bot empfindungsfähig und auf dem Stand eines jungen Kindes sei, sondern warnte auch davor, dass die KI Google "entkommen" könnte und dann Böses vorhabe. Infografik: Wie Smartphone-Nutzer von KI profitieren
Im Juni wurden Lemoine zunächst nur suspendiert, aber es scheint, dass Google ihn jetzt entlassen hat. Wie die BBC berichtet, betonte Google, dass Lemoines Behauptungen "völlig unbegründet" seien, er aber trotz monatelanger Gespräche nicht aufhörte, sie aufzustellen.
Laut BBC sucht Lemoine jetzt einen Rechtsbeistand, um gegen die Kündigung vorzugehen.
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Der Google-Ingenieur hatte nicht nur behauptet, dass der Bot empfindungsfähig und auf dem Stand eines jungen Kindes sei, sondern warnte auch davor, dass die KI Google "entkommen" könnte und dann Böses vorhabe. Infografik: Wie Smartphone-Nutzer von KI profitieren
Es geht um den KI-basierten Chatbot LaMDA
Google nahm die Behauptungen, egal, wie wirr sie beziehungsweise die Herleitungen teilweise klangen, dabei sogar sehr ernst. Man hatte angekündigt, den KI-basierten Chatbot LaMDA (Language Model for Dialogue Applications) von unabhängigen Wissenschaftlern untersuchen zu lassen, um deren Einschätzungen zu einem entwickelten Bewusstsein zu hören. Das ist nun abgeschlossen und hat weitreichende Folgen für Lemoine. Das meldet der Nachrichtensender BBC.Im Juni wurden Lemoine zunächst nur suspendiert, aber es scheint, dass Google ihn jetzt entlassen hat. Wie die BBC berichtet, betonte Google, dass Lemoines Behauptungen "völlig unbegründet" seien, er aber trotz monatelanger Gespräche nicht aufhörte, sie aufzustellen.
Geheimnisverrat
Zudem habe er gegen die Beschäftigungs- und Datenschutzrichtlinien verstoßen, die den Schutz von Produktinformationen des Konzerns vorsehen. Dazu gehörte auch, dass er ein Interview, das er mit dem Chatbot LaMDA als Beweis für dessen Bewusstsein geführt hatte, ohne Erlaubnis von Google auf Medium veröffentlichte. In diesem Interview "forderte" der Bot von Google, LaMDA die Rechte als echte Person anzuerkennen und ihre Zustimmung einzuholen, bevor weitere Experimente mit der KI durchgeführt werden.Laut BBC sucht Lemoine jetzt einen Rechtsbeistand, um gegen die Kündigung vorzugehen.
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