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Staat muss großen Stromversorger mit Milliarden-Kredit retten
Die starken Verschiebungen auf dem Energiemarkt haben es ohnehin bereits schwer gemacht, Strom aus Braunkohle wirtschaftlich zu produzieren, jetzt muss der Staat mit sehr hohen Krediten helfen, um einen großen Kohle-Konzern noch zu retten.
Die in der Lausitz tätige LEAG stand laut eines Berichtes des Handelsblattes kurz vor dem Zusammenbruch. Nur ein Einspringen der staatlichen Förderbank KfW machte es möglich, das Unternehmen noch einmal zu retten. Dafür musste sich aber sogar die Staatsbank ordentlich strecken: Sie stellte kurzfristig einen Kredit in Höhe von 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung - eine der höchsten Kreditsummen, die je an ein Unternehmen vergeben wurden.
Es wirkt etwas absurd: Ausgerechnet ein großer Energieversorger, dem die derzeit saftigen Strompreise eigentlich gut tun müssten, wäre beinahe kollabiert. Unter Berufung auf Branchenkreise berichtet die Zeitung, dass die Lage durchaus kritisch gewesen sei. Die LEAG selbst, die der zweitgrößte Stromerzeuger Deutschlands ist, äußerte sich bisher nicht öffentlich zu den Vorgängen.
Die LEAG betreibt in der Lausitz - also im südlichen Brandenburg und im nördlichen Sachsen - mehrere Braunkohle-Tagebaue und Kraftwerke. Bei dem Konzern sind rund 7000 Beschäftigte tätig. Das Unternehmen gehört dem tschechischen Energiekonzern EPH, der es zu gleichen Teilen gemeinsam mit seinem Finanzinvestor PPF Investments hält.
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Es wirkt etwas absurd: Ausgerechnet ein großer Energieversorger, dem die derzeit saftigen Strompreise eigentlich gut tun müssten, wäre beinahe kollabiert. Unter Berufung auf Branchenkreise berichtet die Zeitung, dass die Lage durchaus kritisch gewesen sei. Die LEAG selbst, die der zweitgrößte Stromerzeuger Deutschlands ist, äußerte sich bisher nicht öffentlich zu den Vorgängen.
Komplexer Markt
Der Strommarkt ist allerdings komplex. Die Erzeuger sind hier in einen europäischen Verbund eingebunden und es gibt ständige Strom-Exporte und -Importe - zu Preisen, die an der Strombörse ausgehandelt werden. Insbesondere Deutschland wartet hier aufgrund seines hohen Anteils an billigem Ökostrom mit Erzeugerpreisen auf, die von den Nachbarländern nur sehr selten unterboten werden können. Wenn man dann wie die LEAG eine der teureren Formen der Stromerzeugung betreibt, kann man schnell Probleme bekommen. Schon in der Vergangenheit gab es mehrfach den Punkt, an dem das Unternehmen seinen Strom kaum noch kostendeckend abgeben konnte.Die LEAG betreibt in der Lausitz - also im südlichen Brandenburg und im nördlichen Sachsen - mehrere Braunkohle-Tagebaue und Kraftwerke. Bei dem Konzern sind rund 7000 Beschäftigte tätig. Das Unternehmen gehört dem tschechischen Energiekonzern EPH, der es zu gleichen Teilen gemeinsam mit seinem Finanzinvestor PPF Investments hält.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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