EU will die Ukraine schnellstmöglich ins kontinentale Stromnetz holen
Die europäische Union leitet aktuell Maßnahmen ein, um die Ukraine schnellstmöglich an das europäische Strom-Verbundnetz anzuschließen. Auch das stellt eine unmittelbare Hilfe im aktuellen Krieg mit Russland dar.
Bisher ist die Strom-Infrastruktur der Ukraine - und auch des Nachbarlandes Moldau - an das russische Netz gekoppelt. Diese Abhängigkeit ist in der aktuellen Kriegssituation natürlich fatal. Denn wenn die ukrainischen Kraftwerke teilweise ausfallen, kann man wohl kaum damit rechnen, dass der Kriegsgegner über das Verbundnetz die Versorgung mit übernimmt.
Daher laufen vor Ort bereits Tests, das Stromnetz mit der europäischen Infrastruktur zu synchronisieren. Seitens der für Energie zuständigen EU-Kommissarin Kadri Simson aus Estland unterstützt man das Vorhaben und will so schnell es geht dafür sorgen, dass die Verbindungen umgestellt werden können, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Bei der Maßnahme handelt es sich allerdings nicht um einen Schnellschuss. Vielmehr wird die Umstellung der Ukraine auf das europäische Verbundnetz bereits seit Jahren geplant. Die nun kommenden praktischen Schritte werden allerdings deutlich schneller in Angriff genommen, als bisher vorgesehen war. Derzeit wird der größte Teil der Stromversorgung in dem Land von vier noch laufenden Kernkraftwerken bereitgestellt.
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Daher laufen vor Ort bereits Tests, das Stromnetz mit der europäischen Infrastruktur zu synchronisieren. Seitens der für Energie zuständigen EU-Kommissarin Kadri Simson aus Estland unterstützt man das Vorhaben und will so schnell es geht dafür sorgen, dass die Verbindungen umgestellt werden können, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Vorbereitungen gab es schon
Demnach habe Simson erklärt, sie sammle gerade in den EU-Mitgliedsstaaten und beim European Network of Transmission System Operators for Electricity (ENTSO-E) die notwendigen Unterstützer für diesen Schritt zusammen. "Hoffentlich können die technischen Arbeiten zur Synchronisierung mit Kontinentaleuropa unbeeinflusst von dem russischen Angriff fortgesetzt werden. Ich werde ENTSO-E und die Mitgliedstaaten morgen um ihre schnellstmögliche Unterstützung für die Notfallsynchronisation bitten", sagte Simson am Sonntag.Bei der Maßnahme handelt es sich allerdings nicht um einen Schnellschuss. Vielmehr wird die Umstellung der Ukraine auf das europäische Verbundnetz bereits seit Jahren geplant. Die nun kommenden praktischen Schritte werden allerdings deutlich schneller in Angriff genommen, als bisher vorgesehen war. Derzeit wird der größte Teil der Stromversorgung in dem Land von vier noch laufenden Kernkraftwerken bereitgestellt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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