Hohe Energiepreise: Erneuerbare bringen großes Einspar-Potenzial
Steigende Energiepreise sind dieser Tage eines der größten Themen. Die Lösung dessen liegt aber eigentlich auf dem Tisch: In den kommenden Jahren muss der Ausbau der regenerativen Energiequellen in großem Stil vorangetrieben werden.
Die schlechteste aller Optionen wäre es, die Stilllegung der Kohlekraftwerke durch den Aufbau teurer Gaskraftwerke auszugleichen. Denn hier wäre man dann noch stärker von Energie-Importen abhängig und würde den Strompreis weiter nach oben treiben. Während in Sachen Klimaschutz kaum etwas erreicht würde, hätte man am Ende vor allem gestiegene Energiekosten für den Verbraucher auf dem Zettel.
Anders sieht es hingegen aus, wenn man stattdessen stark auf den Zubau von Windkraft-und Solar-Anlagen setzt. In Computersimulationen hat man beim Beratungsunternehmen Energy Brainpool verschiedene Szenarien, die über die bisherigen Planungen hinausgehen, durchgerechnet. Die Grundlage bildete hier der Zubau von Kapazitäten für zehn Terawattstunden.
Die veranschlagten zehn Terawattstunden ließen sich mit etwa zehn Gigawatt Solaranlagen- oder fünf Gigawatt Onshore-Windanlagen-Kapazität erreichen, was noch nicht einmal ein besonders ambitioniertes Ziel wäre. Es sind also deutlich größere Einsparungen möglich. Michael Claußner von Energy Brainpool rechnet damit, dass die steigenden Zertifikate-Preise und ein wirklich deutlicher Ausbau der Erneuerbaren dazu führen werden, dass jährlich Stompreissenkungen um die zehn Prozent bis 2030 machbar sind.
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Anders sieht es hingegen aus, wenn man stattdessen stark auf den Zubau von Windkraft-und Solar-Anlagen setzt. In Computersimulationen hat man beim Beratungsunternehmen Energy Brainpool verschiedene Szenarien, die über die bisherigen Planungen hinausgehen, durchgerechnet. Die Grundlage bildete hier der Zubau von Kapazitäten für zehn Terawattstunden.
10% jährlich sind machbar
In einem Szenario mit einem hohen Preis für CO2-Zertifikate von 100 Euro pro Tonne würde der durchschnittliche Strompreis so um bis zu 1,49 Euro Pro Megawattstunde sinken. Das würde gegenüber dem normalen Großhandels-Preis, der bei solch einem CO2-Kurs bei 68,60 Euro pro Megawattstunde angesetzt werden müsste, eine Einsparung von 2,2 Prozent bedeuten. Ein kleines paradox tritt bei billigeren CO2-Zertifikaten mit 30 Euro pro Tonne auf: Hier würde die Basis-Megawattstunde 51,8 Euro kosten und der Ausbau von 10 Terawattstunden aus Erneuerbaren brächte eine Einsparung von 1,29 Euro und somit einer höheren Quote von 2,5 Prozent.Die veranschlagten zehn Terawattstunden ließen sich mit etwa zehn Gigawatt Solaranlagen- oder fünf Gigawatt Onshore-Windanlagen-Kapazität erreichen, was noch nicht einmal ein besonders ambitioniertes Ziel wäre. Es sind also deutlich größere Einsparungen möglich. Michael Claußner von Energy Brainpool rechnet damit, dass die steigenden Zertifikate-Preise und ein wirklich deutlicher Ausbau der Erneuerbaren dazu führen werden, dass jährlich Stompreissenkungen um die zehn Prozent bis 2030 machbar sind.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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