Jetzt rechnet auch das Wirtschaftsministerium mit mehr Stromverbrauch
Der Strombedarf in Deutschland wird bis zum Jahr 2030 stärker steigen als erwartet - oder genauer: Stärker als es das Bundeswirtschaftsministerium erwartete. Haupttreiber ist dabei die Elektrifizierung vieler Bereiche zur Stärkung des Klimaschutzes.
Der steigende Stromverbrauch infolge der Energiewende sorgt immer wieder einmal für Verwirrung, dabei ist die Sache eigentlich recht einfach: Der Primärenergieverbrauch muss gesenkt werden - damit dies allerdings zu schaffen ist, muss man unter anderem mehr elektrische Energie verbrauchen. Denn elektrisch betriebene Systeme sind in der Regel deutlich effizienter als solche, die von fossilen Energieträgern angetrieben werden, das gilt sowohl bei der Mobilität wie auch bei der Beheizung von Häusern.
Eine jetzt vom Bundeswirtschaftsministerium herausgegebene Prognose geht daher davon aus, dass der Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2030 auf 658 Terawattstunden steigen wird. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 wurden 595 Terawattstunden verbraucht. Es geht hier also um eine Steigerung um rund 11 Prozent gegenüber der Zeit vor der Coronakrise mit ihren besonderen Effekten.
Dass der Wegfall fossiler Energien nicht komplett durch Einsparungen ausgeglichen werden kann, sondern schlicht mehr Strom benötigt wird, ist unter Energiewende-Experten seit langer Zeit eine klare Sache. Das Bundeswirtschaftsministerium unter Peter Altmaier (CDU) ging aber lange davon aus, dass der Stromverbrauch in den kommenden zehn Jahren konstant bleiben wird. Auch dies führte letztlich dazu, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien kaum vorangetrieben wurde.
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Eine jetzt vom Bundeswirtschaftsministerium herausgegebene Prognose geht daher davon aus, dass der Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2030 auf 658 Terawattstunden steigen wird. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 wurden 595 Terawattstunden verbraucht. Es geht hier also um eine Steigerung um rund 11 Prozent gegenüber der Zeit vor der Coronakrise mit ihren besonderen Effekten.
Mobilität geht extrem nach oben
Den stärksten Beitrag am Wachstum des Stromverbrauchs hat dabei der Trend zur Elektromobilität. So geht man davon aus, dass 2030 bis zu 70 Terawattstunden für Fahrzeuge benötigt werden, die auf den Straßen unterwegs sind, 2018 waren es gerade einmal 0,3 Terawattstunden. PKW haben hier mit 44 Terawattstunden den größten Anteil. Grundlage der Schätzung ist die Prognose, dass in neun Jahren insgesamt rund 16 Millionen batterieelektrische und 2,2 Plug-in-Hybrid-Autos unterwegs sein werden.Dass der Wegfall fossiler Energien nicht komplett durch Einsparungen ausgeglichen werden kann, sondern schlicht mehr Strom benötigt wird, ist unter Energiewende-Experten seit langer Zeit eine klare Sache. Das Bundeswirtschaftsministerium unter Peter Altmaier (CDU) ging aber lange davon aus, dass der Stromverbrauch in den kommenden zehn Jahren konstant bleiben wird. Auch dies führte letztlich dazu, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien kaum vorangetrieben wurde.
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