Energiewende: Sogar die deutschen Konzerne fordern viel mehr Tempo
Zahlreiche große Konzerne haben von der kommenden Bundesregierung eine "Umsetzungsoffensive für Klimaneutralität" verlangt. Bisher ging es hier zu schleppend voran, was die Unternehmen vor gewaltige Probleme stellt.
Es ist der bisher wohl umfassendste und radikalste Forderungskatalog, den eine so breite Allianz aus deutschen Großkonzernen an die Politik richtet. Damit wollen die Unternehmen vor allem Einfluss auf die Verhandlungen zwischen potenziellen Koalitionspartnern über eine neue Bundesregierung nehmen. Dass die kommende Administration in Sachen Klimaschutz und Energiewende vor gewaltigen Aufgaben steht, ist ohnehin klar.
Der Appell, den unter anderem die Otto Group, die Allianz, Rossmann, SAP, EnBW und E.on unterzeichnet haben, fordert vor allem einen massiv beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien und einen zügigeren Ausstieg aus der Kohle. "Die installierte Kapazität von Windkraft an Land und auf See sowie Photovoltaik muss dafür nahezu verdreifacht werden", heißt es in dem Papier, das dem Spiegel vorab vorlag.
Nicht zuletzt droht durch den enormen Rückstand beim Umbau der Energieversorgung letztlich auch eine Versorgungsunsicherheit. Und die aktuellen Preissteigerungen bei fossilen Energieträgern schlagen massiv auf die Unternehmen durch, weil es schlicht viel zu wenige regenerative Quellen gibt. In dem Papier wird daher verlangt, dass die neue Koalition binnen der ersten hundert Tage eine erste klimapolitische Offensive startet und darüber hinaus auch das Steuern-, Abgaben- und Umlagesystem reformiert.
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Der Appell, den unter anderem die Otto Group, die Allianz, Rossmann, SAP, EnBW und E.on unterzeichnet haben, fordert vor allem einen massiv beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien und einen zügigeren Ausstieg aus der Kohle. "Die installierte Kapazität von Windkraft an Land und auf See sowie Photovoltaik muss dafür nahezu verdreifacht werden", heißt es in dem Papier, das dem Spiegel vorab vorlag.
Planungssicherheit fehlt
Dass die Wirtschaft hier so massiv Druck macht, dürfte manchen überraschen, ist aber auch folgerichtig. Denn dass die Energiewende kommen muss, ist klar. Immerhin hat Deutschland entsprechende internationale Abkommen unterzeichnet und muss auch die entsprechenden Vorgaben auf europäischer Ebene umsetzen. Die regelrechte Verweigerungshaltung der letzten Bundesregierung und auch ihrer Vorgänger führt aber dazu, dass die Unternehmen immer weniger Planungssicherheit haben und auch gegenüber der ausländischen Konkurrenz ins Hintertreffen geraten.Nicht zuletzt droht durch den enormen Rückstand beim Umbau der Energieversorgung letztlich auch eine Versorgungsunsicherheit. Und die aktuellen Preissteigerungen bei fossilen Energieträgern schlagen massiv auf die Unternehmen durch, weil es schlicht viel zu wenige regenerative Quellen gibt. In dem Papier wird daher verlangt, dass die neue Koalition binnen der ersten hundert Tage eine erste klimapolitische Offensive startet und darüber hinaus auch das Steuern-, Abgaben- und Umlagesystem reformiert.
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