Solarbetreiber in Bürokratiefalle:
Großanlagen stehen ungenutzt herum
Die Nachwirkungen der Verweigerungshaltung der letzten Bundesregierung gegenüber dem Ausbau erneuerbarer Energien sorgen dafür, dass mehrere große Solaranlagen ungenutzt in der Gegend herumstehen, obwohl man sie aktuell gut brauchen könnte.
Noch bis vor einiger Zeit benötigten kommerzielle Anlagen mit einer Leistung ab einem Megawatt eine gesonderte Zertifizierung, bevor sie ans öffentliche Stromnetz angeschlossen werden durften. In den Jahren 2018 und 2019 kamen allerdings überarbeitete Richtlinien hinzu, die eine Zertifizierung schon ab 135 Kilowatt zur Pflicht machten, berichtet die Augsburger Allgemeine.
Das Problem daran: Die zuständigen Zertifizierungsbüros müssen sehr viel mehr Anlagen abnehmen und sind bereits dadurch überfordert. Immerhin umfasst die vorgeschriebene Genehmigung ein schnell über hundert Seiten umfassendes Dokument. Darüber hinaus haben die Prüfer auch wenig Erfahrung mit den kleineren Anlagen, so dass hier noch weitere Verzugs-Gründe entstehen.
Verursacht wurde das Problem federführend vom Bundeswirtschaftsministerium unter der Leitung von Peter Altmaier (CDU). Da seine Partei aller Voraussicht nach nicht an der nächsten Bundesregierung beteiligt sein wird, wird er sein Amt nicht weiterführen können. Er ist inzwischen sogar von seinem Bundestagsmandat abgerückt. Man darf gespannt sein, wo Altmaier zukünftig eine Anstellung finden wird.
Siehe auch:
Das Problem daran: Die zuständigen Zertifizierungsbüros müssen sehr viel mehr Anlagen abnehmen und sind bereits dadurch überfordert. Immerhin umfasst die vorgeschriebene Genehmigung ein schnell über hundert Seiten umfassendes Dokument. Darüber hinaus haben die Prüfer auch wenig Erfahrung mit den kleineren Anlagen, so dass hier noch weitere Verzugs-Gründe entstehen.
Megawatt-Anlagen warten lange
Das führt nun zu der Situation, dass die Zertifizierungs-Zeiten enorm lang geworden sind. Wer eine solche Anlage fertig gebaut hat und nun noch die Freigabe benötigt, um sie ans Netz zu schalten, muss bis zu einem Jahr Wartezeit einkalkulieren. So berichtet die Zeitung von einer Solaranlage mit 3,6 Megawatt Leistung, die im bayerischen Ort Denklingen seit Wochen fertig herumsteht und wahrscheinlich erst in 20 bis 40 Wochen ans Netz gehen kann. Schätzungen zufolge können allein hier durch die Verzögerung bei der Zertifizierung bis zu eine Million Kilowattstunden einfach verpuffen.Verursacht wurde das Problem federführend vom Bundeswirtschaftsministerium unter der Leitung von Peter Altmaier (CDU). Da seine Partei aller Voraussicht nach nicht an der nächsten Bundesregierung beteiligt sein wird, wird er sein Amt nicht weiterführen können. Er ist inzwischen sogar von seinem Bundestagsmandat abgerückt. Man darf gespannt sein, wo Altmaier zukünftig eine Anstellung finden wird.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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Christian Kahle
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