Die deutsche Solar-Branche rüstet sich für ein großes Comeback
Nach kurzer Blüte fiel die deutsche Solar-Industrie vor einigen Jahren in ein tiefes Loch. Doch jetzt wittert man aufgrund mehrerer Faktoren Morgenluft und die Unternehmen bauen ihre Produktionskapazitäten spürbar aus.
Den Startschuss setzte quasi das Schweizer Unternehmen Meyer-Burger, das im sachsen-anhaltinischen Solar Valley bereits im Mai zwei neue Fabriken eröffnete. "Wir haben vor einigen Jahren die Solarproduktion verloren, und jetzt bringen wir sie zurück", sagte Geschäftsführer Gunter Erfurt gegenüber der Tagesschau. 145 Millionen Euro werden investiert.
Andere Hersteller folgen. Der Dresdener Hersteller Solarwatt hat gerade eine neue Fertigungsanlage in Betrieb genommen, weitere Investitionen sind in den kommenden zwei Jahren geplant. Weiterhin wird ein Branchen-Insider zitiert, wonach es in den kommenden Wochen und Monaten noch eine ganze Reihe weiterer Nachrichten dieser Art von anderen Unternehmen geben werde.
Viel entscheidender aber: Die regelrechte Verweigerungshaltung der letzten Bundesregierung, die den Ausbau der Erneuerbaren im Kern aktiv behinderte, ist nicht länger durchzuhalten. Spätestens seit dem Klimaschutz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist klar, dass eine kommende neue Regierung sehr viel mehr tun muss. Und die wahrscheinliche Konstellation für eine Regierungskoalition dürfte hier auch positive Effekte bringen.
In diesem Jahr wird die neu installierte Leistung von Photovoltaik-Anlagen in Deutschland bei gerade einmal 5 Gigawatt liegen. Wissenschaftler wie der Professor für regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin, Volker Quaschning, kommen in ihren Berechnungen für die Energiewende aber zu dem Ergebnis, dass Deutschland 40 Gigawatt jährlich draufpacken muss, um die Energiewende zu schaffen. Ohne lokale Hersteller wird das kaum zu schaffen sein.
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Andere Hersteller folgen. Der Dresdener Hersteller Solarwatt hat gerade eine neue Fertigungsanlage in Betrieb genommen, weitere Investitionen sind in den kommenden zwei Jahren geplant. Weiterhin wird ein Branchen-Insider zitiert, wonach es in den kommenden Wochen und Monaten noch eine ganze Reihe weiterer Nachrichten dieser Art von anderen Unternehmen geben werde.
China verliert den Kostenvorteil
Für das angestrebte Comeback gibt es mehrere günstige Faktoren. Kurzfristig entscheidend ist die Tatsache, dass die chinesischen Hersteller ihren Preisvorteil weitgehend verloren haben. Denn es ist in der letzten Zeit ziemlich teuer geworden, sperrige Waren wie Solarmodule von China nach Deutschland zu verschiffen. Außerdem ist der Automatisierungs-Grad der Industrie deutlich angestiegen, so dass China aus seinen niedrigeren Löhnen keinen großen Vorteil mehr ziehen kann.Viel entscheidender aber: Die regelrechte Verweigerungshaltung der letzten Bundesregierung, die den Ausbau der Erneuerbaren im Kern aktiv behinderte, ist nicht länger durchzuhalten. Spätestens seit dem Klimaschutz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist klar, dass eine kommende neue Regierung sehr viel mehr tun muss. Und die wahrscheinliche Konstellation für eine Regierungskoalition dürfte hier auch positive Effekte bringen.
In diesem Jahr wird die neu installierte Leistung von Photovoltaik-Anlagen in Deutschland bei gerade einmal 5 Gigawatt liegen. Wissenschaftler wie der Professor für regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin, Volker Quaschning, kommen in ihren Berechnungen für die Energiewende aber zu dem Ergebnis, dass Deutschland 40 Gigawatt jährlich draufpacken muss, um die Energiewende zu schaffen. Ohne lokale Hersteller wird das kaum zu schaffen sein.
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