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Die Preise purzeln: Ökostrom-Kraftwerke fast immer die billigere Wahl
Der Preisverfall bei den erneuerbaren Energien hat sich deutlich fortgesetzt. Die fossilen Quellen werden von ihnen inzwischen signifikant unterboten, wie aus einem neuen Bericht der International Renewable Energy Agency (IRENA) hervorgeht.
Die Daten beruhen dabei auf den Kosten und Leistungsdaten real umgesetzter Kraftwerks-Projekte. Nach diesen geht die Entwicklung ziemlich schnell voran. 62 Prozent der neu gebauten Anlagen im Jahr 2020 liefern Strom günstiger als die billigsten Kraftwerke, die mit fossilen Energieträgern arbeiten. Der Anteil hat sich damit seit dem vorhergehenden Jahr verdoppelt.
"Die Erneuerbaren sind heute die billigste Energiequelle", sagte Francesco La Camera, Generaldirektor der IRENA. Den stärksten Preisverfall verzeichnete man dabei bei solarthermischen Kraftwerken, bei denen die Sonnenenergie mit Spiegeln auf einen zentralen Punkt gelenkt wird. Die Kosten für solche Anlagen sind binnen eines Jahres um 16 Prozent gefallen.
An zweiter Stelle kommen bereits die Windkraftanlagen an Land, die Strom 2020 zu 13 Prozent weniger Kosten bereitstellten als noch 2019. Bei den Windkraft-Anlagen im Meer ging es hingegen um 9 Prozent nach unten und Solarzellen-basierte Kraftwerke lagen mit 7 Prozent Rückgang an vierter Stelle. Bei letzteren sind die Kosten für Großanlagen binnen des zurückliegenden Jahrzehnts um insgesamt 85 Prozent zurückgegangen.
Viel wichtiger ist es allerdings, dass so auch ärmere Länder gar nicht erst in Versuchung kommen, ihren wachsenden Energiehunger aus fossilen Quellen zu decken. Allein die 2020 in den Entwicklungsländern gebauten Kraftwerke, die mit erneuerbaren Energieträgern arbeiten, werden über ihre Lebensspanne im Vergleich zu Kohlekraftwerken 156 Milliarden Dollar weniger Kosten verursachen. Da verwundert es nicht, dass eine enorme Menge an geplanten Kohlekraftwerken auf Eis gelegt oder gleich komplett gestrichen wird. Die einzige Ausnahme scheint hier noch China zu sein, angesichts der Preisentwicklung ist es aber wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch hier die Planungen angepasst werden.
"Die Erneuerbaren sind heute die billigste Energiequelle", sagte Francesco La Camera, Generaldirektor der IRENA. Den stärksten Preisverfall verzeichnete man dabei bei solarthermischen Kraftwerken, bei denen die Sonnenenergie mit Spiegeln auf einen zentralen Punkt gelenkt wird. Die Kosten für solche Anlagen sind binnen eines Jahres um 16 Prozent gefallen.
An zweiter Stelle kommen bereits die Windkraftanlagen an Land, die Strom 2020 zu 13 Prozent weniger Kosten bereitstellten als noch 2019. Bei den Windkraft-Anlagen im Meer ging es hingegen um 9 Prozent nach unten und Solarzellen-basierte Kraftwerke lagen mit 7 Prozent Rückgang an vierter Stelle. Bei letzteren sind die Kosten für Großanlagen binnen des zurückliegenden Jahrzehnts um insgesamt 85 Prozent zurückgegangen.
Kohle-Projekte reihenweise vor dem Aus
Die Entwicklung, die aus diesen Daten hervorgeht, ist für die globale Energiewende extrem wichtig. In den reichen Industriestaaten konnte man bisher durchaus auch akzeptieren, dass man als Hauptverursacher der Klimakrise durchaus auch mal höhere Ausgaben in Kauf nehmen kann, um die Erneuerbaren voranzubringen und endlich mehr für den Klimaschutz zu tun. Die Früchte dessen kann man nun ernten.Viel wichtiger ist es allerdings, dass so auch ärmere Länder gar nicht erst in Versuchung kommen, ihren wachsenden Energiehunger aus fossilen Quellen zu decken. Allein die 2020 in den Entwicklungsländern gebauten Kraftwerke, die mit erneuerbaren Energieträgern arbeiten, werden über ihre Lebensspanne im Vergleich zu Kohlekraftwerken 156 Milliarden Dollar weniger Kosten verursachen. Da verwundert es nicht, dass eine enorme Menge an geplanten Kohlekraftwerken auf Eis gelegt oder gleich komplett gestrichen wird. Die einzige Ausnahme scheint hier noch China zu sein, angesichts der Preisentwicklung ist es aber wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch hier die Planungen angepasst werden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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