Erneuerbare Energien: Deutschland läuft auf eine Ökostromlücke zu
Wenn die Bundesregierung nicht endlich mehr für den Ausbau erneuerbarer Energiequellen tut, besteht eine massive Gefahr einer Unterversorgung. Das sagen längst nicht nur Verfechter der Energiewende, sondern auch der mächtige BDI.
"Der aktuelle Ausbau verläuft schleppend und muss auf Zielkurs gebracht werden", mahnte Holger Lösch, Hauptgeschäftsführer des größten deutschen Wirtschaftsverbands, gegenüber der Augsburger Allgemeinen Zeitung an. "Notwendig ist ein schneller und kosteneffizienter Ausbau der erneuerbaren Energien sowie ihre Integration in das deutsche Energiesystem."
Die Industrie arbeitet bereits daran, ihre Prozesse klimafreundlicher zu gestalten. Dafür werden aber große Mengen Strom aus erneuerbaren Quellen benötigt. Daher fordert der BDI nicht nur einen schnelleren Ausbau. "Die Bundesregierung muss die beschlossenen Reduktionen der EEG-Umlage nahtlos weiterführen, mit dem Ziel, die Umlage bis 2025 abzuschaffen", so Lösch.
Die Umlage wurde ursprünglich einmal eingeführt, um den Erneuerbaren Energien einen schnelleren Start zu ermöglichen. Mittlerweile bremst sie den Ausbau teilweise aber sogar. Denn Solarenergie ist beispielsweise längst zur billigsten Stromquelle geworden. Wer aber beispielsweise zuhause das Elektroauto mit dem Strom vom eigenen Dach aufladen will, muss einen separaten Zähler einsetzen und EEG-Umlage für jede privat erzeugte und genutzte Kilowattstunde abführen. Das ist in anderen Ländern deutlich einfacher geregelt.
Kemfert warnt in diesem Zusammenhang von einer Ökostromlücke, wenn nicht parallel der Ausbau der Erneuerbaren hochgefahren wird. "Wie wir in einer neuen Studie zeigen, müssen die Ausbauziele mindestens vervierfacht beziehungsweise versechsfacht werden. Mindestens 20 Gigawatt Solar- und knapp 10 Gigawatt Windenergie müssen pro Jahr zugebaut werden, um eine Ökostromlücke zu vermeiden und die Klimaziele zu erreichen", sagte die Wissenschaftlerin der Zeitung.
Die Industrie arbeitet bereits daran, ihre Prozesse klimafreundlicher zu gestalten. Dafür werden aber große Mengen Strom aus erneuerbaren Quellen benötigt. Daher fordert der BDI nicht nur einen schnelleren Ausbau. "Die Bundesregierung muss die beschlossenen Reduktionen der EEG-Umlage nahtlos weiterführen, mit dem Ziel, die Umlage bis 2025 abzuschaffen", so Lösch.
Die Umlage wurde ursprünglich einmal eingeführt, um den Erneuerbaren Energien einen schnelleren Start zu ermöglichen. Mittlerweile bremst sie den Ausbau teilweise aber sogar. Denn Solarenergie ist beispielsweise längst zur billigsten Stromquelle geworden. Wer aber beispielsweise zuhause das Elektroauto mit dem Strom vom eigenen Dach aufladen will, muss einen separaten Zähler einsetzen und EEG-Umlage für jede privat erzeugte und genutzte Kilowattstunde abführen. Das ist in anderen Ländern deutlich einfacher geregelt.
Kemfert: Bis zu 6x mehr nötig
Und auch die Energieökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) betonte die Notwendigkeit eines schnelleren Ausbaus. Denn der Strombedarf wird in den kommenden Jahren weiter steigen - unter anderem durch die Elektromobilität, aber auch den verstärkten Einsatz von Wärmepumpen zum Heizen von Häusern. Parallel dazu sorgen Klimaschutz-Maßnahmen dafür, dass beispielsweise Kohlekraftwerke viel früher unrentabel werden als zum politisch erwünschten Termin 2038 und entsprechend eher vom Netz gehen.Kemfert warnt in diesem Zusammenhang von einer Ökostromlücke, wenn nicht parallel der Ausbau der Erneuerbaren hochgefahren wird. "Wie wir in einer neuen Studie zeigen, müssen die Ausbauziele mindestens vervierfacht beziehungsweise versechsfacht werden. Mindestens 20 Gigawatt Solar- und knapp 10 Gigawatt Windenergie müssen pro Jahr zugebaut werden, um eine Ökostromlücke zu vermeiden und die Klimaziele zu erreichen", sagte die Wissenschaftlerin der Zeitung.
Siehe auch:
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Beliebte Downloads zum Thema
Videos zum Thema Stromversorgung
Beliebt im Preisvergleich
- Akkus original:
Beiräge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Unser Sonnensystem fällt früher auseinander, als gedacht
- iPhone 18 Pro: Diese vier Probleme scheinen verbreitet zu sein
- Nach 78 Jahren: Citroën 2CV vor dem Comeback - Erste Bilder der E-Ente
- Windows Terminal: Microsoft startet großes Update mit vielen Neuheiten
- Internetverträge werden teurer: Telekom und 1&1 erhöhen ihre Preise
- Blamabel: DHL muss bargeldlose Zahloption an der Haustür stoppen
- Windows 10 fällt auf historisches Tief - Nutzerzahlen im September 2026
Videos
Beliebte Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
server share verbinden per .bat im startup-ordner
rolfclaus - Heute 16:32 Uhr -
News aus dem Tails (& Tor)-Ökosystem: dem tragbare Betriebssystem
d-hubs - Heute 13:00 Uhr -
LibreOffice News: V 26.8.1 freigegeben
d-hubs - Heute 00:37 Uhr -
ein Blick auf die nächsten Open-Source-Events:
d-hubs - Vorgestern 23:38 Uhr -
der open-source-herbst
d-hubs - Vorgestern 23:18 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen