Telegram aus dem App Store entfernt:
Apple griff kurz, aber hart durch
Apple entfernte Telegram weltweit aus dem App Store, da dort Inhalte zu Kindesmissbrauch gefunden wurden. Die Entwickler reagierten sofort und löschten das Material. Wenig später schaltete der iPhone-Konzern die App wieder für Downloads frei.
Die Sperre dauerte jedoch nur kurze Zeit an. Die Entwickler reagierten umgehend auf den Vorfall, löschten das betroffene Material und sperrten den verantwortlichen Nutzer dauerhaft. Daraufhin schaltete Apple die Software wieder für den Download frei. Personen, die das Programm bereits installiert hatten, waren von dem Ausfall nicht betroffen.
Auch Telegram reagierte auf X und fragte, ob Apple den Standard künftig bei allen anderen Anwendungen im Store gleichermaßen anwenden werde. Das Entwicklerstudio betonte zudem seine Null-Toleranz-Politik gegenüber derartigem Material. Nach eigenen Angaben blockierte das Unternehmen in dem Jahr bereits fast 338.000 Gruppen und Kanäle wegen entsprechender Verstöße.
Bereits 2018 hatte Apple die App aus ähnlichen Gründen vorübergehend entfernt. Zudem verhängte die australische Aufsichtsbehörde für Onlinesicherheit im Februar eine Geldstrafe gegen das Unternehmen. Grund war die verzögerte Beantwortung von Anfragen zu Maßnahmen gegen die Verbreitung von Missbrauchsmaterial und extremistischen Inhalten.
Wie bewertet ihr das harte Durchgreifen von Apple bei solchen Vorfällen? Findet ihr die temporäre Sperrung gerechtfertigt oder überzogen? Teilt eure Gedanken gerne mit uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
Apple sperrt Telegram weltweit
Am Montagabend verschwand der Messenger Telegram aus dem App Store für iOS und iPadOS. Apple entfernte die Anwendung global, nachdem das Unternehmen bei einer Überprüfung Inhalte entdeckt hatte, die gegen die internen Richtlinien zum Kinderschutz verstoßen. Konkret ging es um die Verbreitung von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs, im Englischen oft als CSAM (Child Sexual Abuse Material) abgekürzt.Die Sperre dauerte jedoch nur kurze Zeit an. Die Entwickler reagierten umgehend auf den Vorfall, löschten das betroffene Material und sperrten den verantwortlichen Nutzer dauerhaft. Daraufhin schaltete Apple die Software wieder für den Download frei. Personen, die das Programm bereits installiert hatten, waren von dem Ausfall nicht betroffen.
Kritik an Apples Vorgehen
Die Maßnahme von Apple stieß nicht überall auf Zustimmung. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, äußerte Tim Sweeney, der Chef des Spieleentwicklers Epic Games, auf der Plattform X Kritik. Er fragte, wie Kommunikationsdienste mit einer Milliarde Nutzern überhaupt funktionieren könnten, wenn das Fehlverhalten einer einzelnen Person zur kompletten Sperrung der Software führt. Sweeney schloss dabei auch Apples eigenen Dienst iMessage ein.Auch Telegram reagierte auf X und fragte, ob Apple den Standard künftig bei allen anderen Anwendungen im Store gleichermaßen anwenden werde. Das Entwicklerstudio betonte zudem seine Null-Toleranz-Politik gegenüber derartigem Material. Nach eigenen Angaben blockierte das Unternehmen in dem Jahr bereits fast 338.000 Gruppen und Kanäle wegen entsprechender Verstöße.
Behörden prüfen den Messenger
Trotz der Bemühungen steht der Dienst international unter Beobachtung. Im April startete die britische Kommunikationsbehörde Ofcom eine Untersuchung wegen Hinweisen auf die Verbreitung illegaler Inhalte. Telegram wies die Vorwürfe zurück und erklärte, man habe die öffentliche Verbreitung durch Erkennungsalgorithmen seit 2018 fast vollständig eliminiert.Bereits 2018 hatte Apple die App aus ähnlichen Gründen vorübergehend entfernt. Zudem verhängte die australische Aufsichtsbehörde für Onlinesicherheit im Februar eine Geldstrafe gegen das Unternehmen. Grund war die verzögerte Beantwortung von Anfragen zu Maßnahmen gegen die Verbreitung von Missbrauchsmaterial und extremistischen Inhalten.
Wie bewertet ihr das harte Durchgreifen von Apple bei solchen Vorfällen? Findet ihr die temporäre Sperrung gerechtfertigt oder überzogen? Teilt eure Gedanken gerne mit uns in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Apple sperrte Telegram wegen illegaler Kinderschutz-Inhalte weltweit
- Nach schneller Löschung der Daten gab Apple den Messenger wieder frei
- Kritik an der Kollektivstrafe für eine App mit einer Milliarde Nutzer
- Telegram verweist auf seine Null-Toleranz-Politik und aktive Löschungen
- Internationale Behörden prüfen den Messenger wegen illegaler Inhalte
Siehe auch:
- Vorwurf Terrorbeihilfe: Russland mit Haftbefehl gegen Telegram-Chef
- Russland ermittelt gegen Telegram-Chef Durow wegen "Terrorverdacht"
- Russland warnt: Telegram-Krypto fehlerhaft - Betreiber dementiert
- Russland: WhatsApp-Sperre, weil System gegen Telegram zu schwach
- Russland versucht erneut Telegram zu blockieren, Videos kaum nutzbar
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