Warner bittet Polizei und Kliniken für Jerusalema-Challenge zur Kasse
Im vergangenen Herbst startete auch in Deutschland die Jerusalema-Challenge - mit großem Erfolg: Bundesweit nahmen Belegschaften von Krankenhäusern, Polizeistationen oder Feuerwachen teil und tanzten sich durch YouTube. Nun hat Warner Music eine Rechnung gestellt.
Die Jerusalema-Challenge hat damit nun ein Nachspiel, mit dem wohl wenige gerechnet hatten - ihnen flatterte eine Zahlungsaufforderung des Rechteinhabers am dazu genutzten Song ins Haus. Für die Challenge hatten sich viele Menschen bundesweit zu dem Song Jerusalema vor die Kamera gestellt und wollten mit ihrem Video ein wenig Hoffnung und Zusammenhalt in der Krisenzeit wecken. Der Zuspruch für diese Idee war entsprechend groß.
Wie die Nachrichtenagentur dpa nun meldet, bestätigte eine Sprecherin von Warner Music, dass man die Teilnehmer zur Kasse bittet (via Spiegel). Die Höhe der fälligen Gebühren wurde aber nicht genannt. Da heißt es: "Da wir uns des Charakters der Jerusalema Dance Challenge aber bewusst sind, berücksichtigen wir durch abgestufte Lizenzvergütungen die jeweiligen Rahmenbedingungen des betreffenden Nutzers. Daher bieten wir je nach Nutzer unterschiedliche Preiskategorien für unterschiedliche Nutzungen an, auch rein symbolische Beträge."
Dass einige Betroffene auch schon bezahlt haben, bestätigte zum Beispiel das nordrhein-westfälische Innenministerium auf Nachfrage der dpa. Man habe die Forderungen von Warner Music für mehrere Polizeidienststellen im Zusammenhang mit der Jerusalema Challenge beglichen, bestätigte eine Ministeriums-Sprecherin. Details könne man aus vertraglichen Gründen nicht nennen.
Die Videos sind sehr beliebt
Es traf unter anderem die St. Barbara-Klinik in Hamm, die Polizei Märkischer Kreis, Dorffeuerwehren, Reha-Kliniken und Privatleute. Wie hoch die Forderungen sind, ist nicht bekannt. Einige Videos kommen mittlerweile auf Aufrufe im zweistelligen Millionenbereich. Einige wurde wieder offline genommen - vielleicht auch aufgrund der Forderung von Warner Music.Wie die Nachrichtenagentur dpa nun meldet, bestätigte eine Sprecherin von Warner Music, dass man die Teilnehmer zur Kasse bittet (via Spiegel). Die Höhe der fälligen Gebühren wurde aber nicht genannt. Da heißt es: "Da wir uns des Charakters der Jerusalema Dance Challenge aber bewusst sind, berücksichtigen wir durch abgestufte Lizenzvergütungen die jeweiligen Rahmenbedingungen des betreffenden Nutzers. Daher bieten wir je nach Nutzer unterschiedliche Preiskategorien für unterschiedliche Nutzungen an, auch rein symbolische Beträge."
Dass einige Betroffene auch schon bezahlt haben, bestätigte zum Beispiel das nordrhein-westfälische Innenministerium auf Nachfrage der dpa. Man habe die Forderungen von Warner Music für mehrere Polizeidienststellen im Zusammenhang mit der Jerusalema Challenge beglichen, bestätigte eine Ministeriums-Sprecherin. Details könne man aus vertraglichen Gründen nicht nennen.
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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