Leistungsschutzgeld: Microsoft würde Google-Rückzug gern nutzen
Microsoft sieht eine mögliche Chance gekommen, endlich einmal mit der eigenen Suchmaschine gegen Google voranzukommen: In Australien bringt man sich als Alternative nach einem Ausstieg des Konkurrenten in Stellung.
Google drohte kürzlich damit, seine Suchmaschine aus dem australischen Markt zurückzuziehen. Denn ein neues Mediengesetz lasse zu große und unkalkulierbare finanzielle Risiken entstehen, hieß es. Die fragliche Regelung ähnelt den hiesigen Ideen für das Leistungsschutzrecht für Presseverlage und soll dafür sorgen, dass beispielsweise eine Suchmaschine Lizenzgebühren dafür zahlen muss, wenn sie Pressepublikationen mit einem kurzen Anriss-Text verlinkt.
Die Drohung Googles, in diesem Fall keine Suchdienste mehr in Australien anzubieten, beantwortete Premierminister Scott Morrison mit der Ansage, dass man sich nicht von dem US-Konzern erpressen lasse. Er nahm stattdessen Gespräche mit Microsoft-Chef Satya Nadella auf. Und der Chef der Redmonder zeigte sich auch bereit, mit seiner Suchmaschine Bing den frei werdenden Raum auszufüllen, wie die Wirtschaftszeitung The Australian Financial Review berichtet.
Wie viele Lizenzgelder hier zusammenkommen könnten, ist derzeit noch unklar. Dies hängt letztlich von vielen Faktoren und auch noch ausstehenden Verhandlungen zwischen Betreibern von Online-Angeboten und den Verlagen ab. Und auch wenn Microsoft unter Umständen von der Sache kurzfristig profitieren kann, lässt sich kaum abschätzen, welche längerfristigen Folgen es haben wird, wenn solche Regelungen erst einmal fest etabliert sind.
Siehe auch: Eskalation in Australien: Google droht mit Suchmaschinen-Abschaltung
Die Drohung Googles, in diesem Fall keine Suchdienste mehr in Australien anzubieten, beantwortete Premierminister Scott Morrison mit der Ansage, dass man sich nicht von dem US-Konzern erpressen lasse. Er nahm stattdessen Gespräche mit Microsoft-Chef Satya Nadella auf. Und der Chef der Redmonder zeigte sich auch bereit, mit seiner Suchmaschine Bing den frei werdenden Raum auszufüllen, wie die Wirtschaftszeitung The Australian Financial Review berichtet.
Vieles ist unklar
Auch Microsoft müsste natürlich zahlen, wenn das Gesetz wie geplant durchkommt. Allerdings ist man dazu wohl bereit, wenn man auf der anderen Seite die Chance erhält, sich zumindest mal in einem Markt etablieren zu können, in dem Google schlicht nicht mehr vorhanden ist. Denn bisher zahlten sich die enormen Investitionen in die eigene Suchtechnologie kaum aus, nennenswerte Marktanteile konnte man dem führenden Anbieter nirgendwo abnehmen.Wie viele Lizenzgelder hier zusammenkommen könnten, ist derzeit noch unklar. Dies hängt letztlich von vielen Faktoren und auch noch ausstehenden Verhandlungen zwischen Betreibern von Online-Angeboten und den Verlagen ab. Und auch wenn Microsoft unter Umständen von der Sache kurzfristig profitieren kann, lässt sich kaum abschätzen, welche längerfristigen Folgen es haben wird, wenn solche Regelungen erst einmal fest etabliert sind.
Siehe auch: Eskalation in Australien: Google droht mit Suchmaschinen-Abschaltung
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Christian Kahle
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