Ökonom schlägt Steuer für Homeoffice vor - knapp acht Euro pro Tag
Die Coronakrise hat so manche Folge, eine der weitreichendsten war der Umstand, dass das Arbeiten von zu Hause notwendig und damit auch salonfähig wurde. Ein Ökonom der Deutschen Bank hat nun vorgeschlagen, jene steuerlich zu bestrafen, die zu Hause arbeiten.
Seit dem Ausbruch der Coronakrise bleibt jenen, die die Möglichkeit dazu haben, vielfach keine andere Wahl als im Homeoffice zu arbeiten. Und damit konnten auch viele Vorurteile zum Arbeiten zu Hause entkräftet werden und viele Arbeitgeber und auch -nehmer sind draufgekommen, dass etwa die Produktivität nicht darunter leidet. Und schon fordert so mancher, dass Anreize und gesetzliche Bedingungen geschaffen werden sollten, um die Arbeit von zu Hause zu fördern.
Luke Templeman, Ökonom bei der Deutschen Bank, hat dazu eine andere Meinung bzw. Einschätzung: Denn in einem Konzeptpapier mit dem Titel "What We Must Do to Rebuild" (PDF; via t3n) fordert Templeman eine "Work-from-home-Steuer". Infografik: Homeoffice wird zur Dauerlösung
Er argumentiert, dass Heimarbeit einen volkswirtschaftlichen Schaden anrichtet. Das liege einerseits an jenem Geld, das fehlt, weil Menschen nicht mehr zur Arbeit fahren, darunter der öffentliche Personennahverkehr oder Gastronomie, die von Pausen und Mittagessen lebt. Um diese Wirtschaftsbereiche, die von Menschen leben, die zur Arbeit fahren, zu erhalten, müssten laut Templeman unterstützt werden.
Templeman hat das Ganze natürlich auch durchgerechnet und meint, dass das Arbeiten von zu Hause der jeweiligen Person etwa fünf Prozent des persönlichen Einkommens erspart. Er hat das auch für Deutschland beziffert und kommt auf eine Zahl von 7,69 Euro - pro Tag wohlgemerkt.
Luke Templeman, Ökonom bei der Deutschen Bank, hat dazu eine andere Meinung bzw. Einschätzung: Denn in einem Konzeptpapier mit dem Titel "What We Must Do to Rebuild" (PDF; via t3n) fordert Templeman eine "Work-from-home-Steuer". Infografik: Homeoffice wird zur Dauerlösung
Er argumentiert, dass Heimarbeit einen volkswirtschaftlichen Schaden anrichtet. Das liege einerseits an jenem Geld, das fehlt, weil Menschen nicht mehr zur Arbeit fahren, darunter der öffentliche Personennahverkehr oder Gastronomie, die von Pausen und Mittagessen lebt. Um diese Wirtschaftsbereiche, die von Menschen leben, die zur Arbeit fahren, zu erhalten, müssten laut Templeman unterstützt werden.
Zu Hause spart man Geld
Andererseits meint der Ökonom, dass eine "Homeoffice-Steuer" zumutbar wäre, da sich die Menschen, die von zu Hause arbeiten, viel Geld sparen. Das ist in gewisser Weise die Umkehrung von Punkt 1, denn sie haben keine Anfahrtskosten, keine Mittagessen in Restaurants, sparen sich aber auch Bürokleidung und sogar das Feierabendbierchen mit Kollegen.Templeman hat das Ganze natürlich auch durchgerechnet und meint, dass das Arbeiten von zu Hause der jeweiligen Person etwa fünf Prozent des persönlichen Einkommens erspart. Er hat das auch für Deutschland beziffert und kommt auf eine Zahl von 7,69 Euro - pro Tag wohlgemerkt.
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