Corona ist wie Weihnachten:
Hoher Fake-Anteil bei Amazon-Rezensionen
Die Corona-Pandemie hat auf die Produkt-Rezensionen auf der Amazon-Plattform eine ähnliche Wirkung wie sonst die Zeit des Vorweihnachts-Shoppings: Die Zahl der Fake-Bewertungen ist in den letzten Monaten geradezu explodiert.
Der Monitoring-Service Fakespot, der kontinuierlich Rezensionen und Bewertungen im Blick behält, hat in den letzten Jahren ein deutlich erhöhtes Aufkommen verzeichnet. Von 720 Millionen Amazon-Rezensionen wurden satte 42 Prozent als Fälschung eingestuft. Normalerweise liegt der Wert bei rund 36 Prozent, berichtet die US-Zeitung Chicago Tribune.
"Wir kennen Zahlen dieser Größenordnung sonst nur aus der Black-Friday- und Weihnachts-Periode des Jahrs 2019", erklärte Fakespot-Chef Saoud Khalifah. Offenbar versuchen betrügerische Anbieter die massiv gestiegene Zahl der Online-Shopping-Nutzer in der Corona-Krise auszunutzen, um ihre Absatzzahlen nach oben zu treiben. Allerdings stelle die Entwicklung keinen allgemeinen Trend über die gesamte Branche dar.
Bei Amazon zweifelt man die Ergebnisse Fakespots und anderer Dienstleister dieser Art allerdings an. Eine Sprecherin des Konzerns verwies darauf, dass diese gar keinen Zugang zu internen Daten hätten und so beispielsweise nicht einmal prüfen könnten, ob eine Bewertung von Nutzern eingegangen ist, die die jeweilige Ware zuvor auch gekauft hatten. Amazon steht seit längerem unter Druck, mehr für die Vertrauenswürdigkeit der Rezensionen zu tun - und ergreift hier auch immer wieder Maßnahmen. Allerdings bessert sich die Situation kaum, da Anbieter und Hersteller enorm von guten Bewertungen profitieren und daher ein Interesse daran haben, auch mal selbst Hand anzulegen.
"Wir kennen Zahlen dieser Größenordnung sonst nur aus der Black-Friday- und Weihnachts-Periode des Jahrs 2019", erklärte Fakespot-Chef Saoud Khalifah. Offenbar versuchen betrügerische Anbieter die massiv gestiegene Zahl der Online-Shopping-Nutzer in der Corona-Krise auszunutzen, um ihre Absatzzahlen nach oben zu treiben. Allerdings stelle die Entwicklung keinen allgemeinen Trend über die gesamte Branche dar.
Amazon im Fokus
So lag der Anteil der Fake-Rezensionen auf der Handelsplattform Walmarts in den fraglichen Monaten beispielsweise bei rund 36 Prozent und damit eben auf dem Niveau, das auch aus den Vorjahren bekannt ist. Warum es gerade bei Amazon einen so starken Anstieg gab, konnten die Rezensions-Experten nicht genau sagen. Allerdings steht die Plattform aufgrund ihrer führenden Stellung im Markt natürlich ohnehin besonders unter Beschuss.Bei Amazon zweifelt man die Ergebnisse Fakespots und anderer Dienstleister dieser Art allerdings an. Eine Sprecherin des Konzerns verwies darauf, dass diese gar keinen Zugang zu internen Daten hätten und so beispielsweise nicht einmal prüfen könnten, ob eine Bewertung von Nutzern eingegangen ist, die die jeweilige Ware zuvor auch gekauft hatten. Amazon steht seit längerem unter Druck, mehr für die Vertrauenswürdigkeit der Rezensionen zu tun - und ergreift hier auch immer wieder Maßnahmen. Allerdings bessert sich die Situation kaum, da Anbieter und Hersteller enorm von guten Bewertungen profitieren und daher ein Interesse daran haben, auch mal selbst Hand anzulegen.
Siehe auch:
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
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