Tesla: Chef der Baustelle wurde nach Wasser-Debakel rausgeschmissen
Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat den obersten Projektleiter für den Bau der Gigafactory bei Berlin entlassen. Das Unternehmen äußerte sich selbst zwar nicht zu dem Vorgang, es soll aber ein Zusammenhang zu den unbezahlten Wasserrechnungen bestehen.
Der möglichst reibungslose Fortschritt beim Bau der Produktionsanlage im brandenburgischen Grünheide ist für Tesla extrem wichtig. Das neue Werk wird unbedingt gebraucht, um die Ziele bei der Steigerung der Verkaufszahlen einhalten zu können. Daher gibt es einen straffen Zeitplan, der nicht gefährdet werden sollte. Nachlässigkeiten lässt die Konzernführung daher nicht besonders lange zu.
So dürfte daher auch der Hintergrund aussehen, der Evan Horetsky nun seinen Job gekostet hat. Der Manager ist bereits länger für Tesla tätig und war bereits am Bau der Gigafactory Shanghai und des Akku-Werkes im US-Bundesstaat Nevada beteiligt, wie aus einem Bericht des RBB hervorgeht. Zuletzt lag es in seiner Verantwortung, die Baustelle in Brandenburg voranzubringen, bis die ersten Fahrzeuge die Produktionslinien entlanglaufen.
Für gewöhnlich führen solche Vorfälle dazu, dass es im mittleren Managament ein Bauernopfer gibt. Dass Tesla nun aber direkt den obersten und durchaus auch verdienten Projektleiter rauswirft, ist ein Zeichen. Das dürfte weniger damit zu tun haben, dass es bei dem US-Konzern eine generell andere Firmenkultur gibt. Vielmehr zeigt der Vorgang, wie extrem wichtig die neue Anlage für das Unternehmen ist, so dass man gar nicht erst das Risiko eingehen will, dass sich weitere Schwierigkeiten aufsummieren. Ein Nachfolger soll bereits zur Verfügung stehen.
So dürfte daher auch der Hintergrund aussehen, der Evan Horetsky nun seinen Job gekostet hat. Der Manager ist bereits länger für Tesla tätig und war bereits am Bau der Gigafactory Shanghai und des Akku-Werkes im US-Bundesstaat Nevada beteiligt, wie aus einem Bericht des RBB hervorgeht. Zuletzt lag es in seiner Verantwortung, die Baustelle in Brandenburg voranzubringen, bis die ersten Fahrzeuge die Produktionslinien entlanglaufen.
Der Fisch stinkt vom Kopf her
Hier kam es aber auch zu Schwierigkeiten. Augenfällig wurde dies, als der Wasserverband der Region der Baustelle in der vergangenen Woche den Hahn zudrehte. Trotz mehrfacher Mahnung seien Rechnungen für die Wasserversorgung der Baustelle nicht bezahlt worden, hieß es. Erst als dann Geld ankam, wurde das Wasser wieder angestellt. Gerüchten zufolge soll es ähnliche Probleme aber auch schon bei gemieteten Baumaschinen gegeben haben.Für gewöhnlich führen solche Vorfälle dazu, dass es im mittleren Managament ein Bauernopfer gibt. Dass Tesla nun aber direkt den obersten und durchaus auch verdienten Projektleiter rauswirft, ist ein Zeichen. Das dürfte weniger damit zu tun haben, dass es bei dem US-Konzern eine generell andere Firmenkultur gibt. Vielmehr zeigt der Vorgang, wie extrem wichtig die neue Anlage für das Unternehmen ist, so dass man gar nicht erst das Risiko eingehen will, dass sich weitere Schwierigkeiten aufsummieren. Ein Nachfolger soll bereits zur Verfügung stehen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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