EEG-Umlage: Bund hält Strompreis mit Milliarden-Zahlung stabil
Im kommenden Jahr müssten die Verbraucher eigentlich eine wesentlich höhere EEG-Umlage zahlen, was den Strompreis weiter nach oben treiben würde. Die Bundesregierung deckelt die Entwicklung aber und springt mit Milliarden-Zahlungen an die Energiewirtschaft ein.
Laut den jetzt vorgelegten Prognosen wird der Bund im kommenden Jahr wohl einen Rekordzuschuss von 10,8 Milliarden Euro zahlen müssen, um den Strompreis für die Nutzer stabil zu halten. Ohne die zusätzlichen Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt würde die EEG-Umlage, die sich aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ableitet, wohl auf 9,651 Cent pro Kilowattstunde steigen, so teilten es die Übergangsnetzbetreiber jetzt mit. In Berlin hält man jedoch daran fest, dass der Beitrag bei 6,5 Cent gedeckelt bleibt und demnächst sogar sinkt.
Vielfach wird die Verantwortung für die steigenden Stromkosten einfach allgemein den erneuerbaren Energien in die Schuhe geschoben. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Denn ein Teil der Belastung privater Stromverbraucher und kleinerer Unternehmen liegt auch an einer ungerechten Verteilung: Die großen Industriebetriebe mit einem extrem hohen Stromverbrauch sind weiterhin komplett von der EEG-Umlage befreit.
Als wesentlicher Faktor kommt nun auch noch die Corona-Krise hinzu, in der der Energieverbrauch stark nach unten ging. Das führt letztlich dazu, dass Fixkosten mit deutlich weniger Kilowattstunden bezahlt werden müssen und die Anteile hier entsprechend steigen. Die zusätzlichen Kosten, die auf den Bundeshaushalt zukommen, sollen nun erst einmal aus den CO2-Abgaben querfinanziert werden. Es deutet sich aus Sicht verschiedener Experten allerdings immer stärker an, dass das EEG in seiner jetzigen Form immer weniger geeignet ist, die weiteren Schritte hin zu einer Energiewende sinnvoll und flexibel voranzubringen.
Vielfach wird die Verantwortung für die steigenden Stromkosten einfach allgemein den erneuerbaren Energien in die Schuhe geschoben. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Denn ein Teil der Belastung privater Stromverbraucher und kleinerer Unternehmen liegt auch an einer ungerechten Verteilung: Die großen Industriebetriebe mit einem extrem hohen Stromverbrauch sind weiterhin komplett von der EEG-Umlage befreit.
Corona treibt Umlage hoch
Weiterhin verschieben sich die finanziellen Anteile immer weiter. Inzwischen ist die billigste Energie der Strom aus Solaranlagen, wie die Internationale Energie-Agentur (IEA) gerade mitteilte. Kosten verursacht es da schon eher, dass es häufig Strom-Überschüsse im Netz gibt und die Grundhandelspreise entsprechend in den Keller sacken, weil die fossilen Kraftwerke schlicht zu unflexibel sind, um auf kurzfristige Entwicklungen zu reagieren.Als wesentlicher Faktor kommt nun auch noch die Corona-Krise hinzu, in der der Energieverbrauch stark nach unten ging. Das führt letztlich dazu, dass Fixkosten mit deutlich weniger Kilowattstunden bezahlt werden müssen und die Anteile hier entsprechend steigen. Die zusätzlichen Kosten, die auf den Bundeshaushalt zukommen, sollen nun erst einmal aus den CO2-Abgaben querfinanziert werden. Es deutet sich aus Sicht verschiedener Experten allerdings immer stärker an, dass das EEG in seiner jetzigen Form immer weniger geeignet ist, die weiteren Schritte hin zu einer Energiewende sinnvoll und flexibel voranzubringen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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