Regenerative Energie: Deutschland steht kurz vor großem Meilenstein
Deutschland steht kurz davor, einen wichtigen Meilenstein hin zur Energiewende zu erreichen. Fast die Hälfte des Stromverbrauchs in diesem Jahr konnte bereits aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Das ist das Fazit nach den ersten neun Monaten.
Konkret lag der Anteil der regenerativen Quellen, aus denen sich der Gesamtverbrauch in diesem Jahr speiste, bei 48 Prozent. Damit wurde der Wert aus dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um gut 5 Prozent übertroffen. Allerdings war nicht der gesamte Fortschritt allein durch den weitergehenden Ausbau der erneuerbaren Energieträger zustande gekommen. Auch der insgesamt etwas gesunkene Stromverbrauch infolge der Corona-Krise trug einen Teil bei.
Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA hervor, der sich auf Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) beruft. Einen positiven Effekt hatte auch das überwiegend günstige Wetter, das aber auch in den Vorjahren schon seinen Teil beitrug.
Ohnehin steht die Frage im Raum, ob die Zielsetzung überhaupt noch sinnvoll ist. Da Deutschland seine Klimaziele über Jahre aufgrund unzureichender politischer Entscheidungen nicht annähernd einhalten konnte, ist das Gesamtbudget, das man noch auf dem Konto hat, ordentlich geschrumpft und die Klimaneutralität müsste eigentlich früher erreicht werden. Das wird aber kaum funktionieren, wenn tatsächlich noch bis 2038 Kohle verheizt und die Energiewende stetig durch verschiedenste Interessengruppen ausgebremst wird.
Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA hervor, der sich auf Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) beruft. Einen positiven Effekt hatte auch das überwiegend günstige Wetter, das aber auch in den Vorjahren schon seinen Teil beitrug.
Kein Selbstläufer
Deutschland will den Anteil der Energieerzeugung, für die keine fossilen Energieträger benötigt werden, bis zum Jahr 2030 auf 65 Prozent steigern. Laut BDEW-Chefin Kerstin Andreae werde das allerdings kein Selbstläufer. Zwar hat die Bundesregierung gerade erst das Erneuerbare-Energien-Gesetz überarbeitet, doch müsse dieses aus ihrer Sicht an einigen Stellen noch klarer zugunsten der Erneuerbaren werden.Ohnehin steht die Frage im Raum, ob die Zielsetzung überhaupt noch sinnvoll ist. Da Deutschland seine Klimaziele über Jahre aufgrund unzureichender politischer Entscheidungen nicht annähernd einhalten konnte, ist das Gesamtbudget, das man noch auf dem Konto hat, ordentlich geschrumpft und die Klimaneutralität müsste eigentlich früher erreicht werden. Das wird aber kaum funktionieren, wenn tatsächlich noch bis 2038 Kohle verheizt und die Energiewende stetig durch verschiedenste Interessengruppen ausgebremst wird.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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