Mozilla: Marktanteil sinkt immer weiter - Chef-Gehalt vervielfacht sich
Das Open Source-Unternehmen Mozilla galt durch sein zentrales Produkt - den Firefox-Browser - lange als Gegenentwurf zum klassischen gewinnorientierten Software-Konzern. Das dürfte sich aufgrund jüngster Entwicklungen nun aber endgültig ändern.
Seit Jahren sinkt der Marktanteil des Firefox und ist inzwischen sehr klar im einstelligen Prozentbereich angekommen. Aktuell werden außerdem 250 Beschäftigte des Unternehmens entlassen, was einem Viertel der Belegschaft entspricht und mehreren Projekten signifikante personelle Ressourcen entzieht. Mozilla-Chefin Mitchell Baker lässt sich für ihren Job hingegen Jahr für Jahr fürstlicher entlohnen.
Der Entwickler Cal Paterson stellte die Entwicklungen aktuell direkt gegeneinander: Demnach ist der Marktanteil des Firefox binnen der letzten zehn Jahre von knapp über 30 Prozent auf nun rund 4 Prozent zusammengeschrumpft. Im gleichen Zeitraum wuchs das Jahresgehalt der Mozilla-Chefin von rund 500.000 Dollar auf 2,5 Millionen Dollar im Jahr 2018. Im Jahr 2017 wurde Bakers Bezahlung sogar kurzerhand verdoppelt.
(Grafik: Cal Paterson)
Mozilla generiert den überwiegenden Teil seiner Einnahmen über Verträge mit Suchmaschinenbetreibern. Diese bezahlen direkt für die Suchanfragen, die über die Eingabeleiste des Browsers getätigt werden. Die verfügbaren Finanzen Mozillas sind somit direkt und unmittelbar von der realen Nutzung des Browsers abhängig. Baker begründete die anstehenden Entlassungen allerdings in erster Linie mit den Auswirkungen der Corona-Krise - warum nun ausgerechnet diese zu starken Einnahmeverlusten geführt haben soll, erklärte sie aber nicht näher.
Siehe auch:
Download Waterfox - Alternativer Firefox-Browser für 64-Bit-Systeme
Der Entwickler Cal Paterson stellte die Entwicklungen aktuell direkt gegeneinander: Demnach ist der Marktanteil des Firefox binnen der letzten zehn Jahre von knapp über 30 Prozent auf nun rund 4 Prozent zusammengeschrumpft. Im gleichen Zeitraum wuchs das Jahresgehalt der Mozilla-Chefin von rund 500.000 Dollar auf 2,5 Millionen Dollar im Jahr 2018. Im Jahr 2017 wurde Bakers Bezahlung sogar kurzerhand verdoppelt.
(Grafik: Cal Paterson)
Entlassungen angeblich Corona-Folge
"Wir haben darüber gesprochen, dass sich einiges ändern muss", schrieb Baker kürzlich an die Beschäftigten Mozillas. Dabei ging es ihr allerdings nicht um ihre Gehaltsvorstellungen. In der Mitteilung rechtfertigte sie vielmehr die Notwendigkeit von Entlassungen, da die Einnahmen in Folge der sinkenden Firefox-Nutzung immer weiter zurückgehen und nicht mehr alle Ausgaben decken können.Mozilla generiert den überwiegenden Teil seiner Einnahmen über Verträge mit Suchmaschinenbetreibern. Diese bezahlen direkt für die Suchanfragen, die über die Eingabeleiste des Browsers getätigt werden. Die verfügbaren Finanzen Mozillas sind somit direkt und unmittelbar von der realen Nutzung des Browsers abhängig. Baker begründete die anstehenden Entlassungen allerdings in erster Linie mit den Auswirkungen der Corona-Krise - warum nun ausgerechnet diese zu starken Einnahmeverlusten geführt haben soll, erklärte sie aber nicht näher.
Siehe auch:
Download Waterfox - Alternativer Firefox-Browser für 64-Bit-Systeme
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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