Mozilla entlässt ein Viertel aller Mitarbeiter, kündigt neuen Fokus an
Bei Firefox läuft es schon seit einer ganzen Weile nicht mehr besonders gut, die Marktanteile sind seit Monaten und Jahren unter der Zehn-Prozent-Marke, Anfang des Jahres wurde man sogar von Microsoft Edge überholt. Mozilla zieht nun die Konsequenzen.
Firefox-Macher Mozilla hat vor kurzem bekannt gegeben, dass man rund 250 Mitarbeiter entlassen muss, die verbleibenden etwa 750 Angestellten werden zudem teilweise neue Aufgaben bekommen. Denn laut Mozilla-Chefin Mitchell Baker muss und wird sich die Browser-Schmiede künftig vor allem auf eines konzentrieren: das Geldverdienen.
Gleichzeitig kündigte die Chefin eine Neuausrichtung bzw. einen neuen Fokus bei den Tätigkeiten an: Man will vor allem an jenen Produkten arbeiten, die auch tatsächlich Geld abwerfen. Im teilweise ziemlich inhaltsleeren PR-Sprech von Baker seien das ein Fokus auf das Produkt, Technologie, Community und Wirtschaft, überdies soll ein neues Mindset geschaffen werden.
Mozilla will u. a. Produkte erschaffen, die "Software-Schäden lindern" und die von "Menschen geliebt und gewollt werden". Zumindest ersteres ist aber eine gewagte Behauptung. Denn auf Twitter meldete sich Michal Purzynski zu Wort, der bei Mozilla im Threat Management-Team tätig ist bzw. war. Purzynski schreibt auf Twitter, dass sein gesamtes Team gekillt wurde: "Mozilla ist jetzt ohne Bedrohungserkennung und Reaktion auf Vorfälle", der Entwickler wirft Baker "schreckliches Missmanagement" vor.
Baker jedenfalls will sich auf Mozilla-Produkte wie Pocket, VPN, den VR-Chatroom Hubs sowie neue "Sicherheits- und Privatsphäre"-Tools konzentrieren. Firefox spielt im Blogbeitrag der Mozilla-Chefin allenfalls eine Nebenrolle, wie man die stetig schrumpfenden Marktanteile (aktuell 7,36 Prozent) ansprechen will, verriet Baker nicht.
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Mozilla ist kein Krisengewinner
Baker schreibt in einem Blogbetrag mit dem Titel "Die Welt ändert sich, Mozilla ändert sich", dass die Coronavirus-Pandemie "erheblich unseren Umsatz beeinflusst hat" und man deshalb nicht mit dem "Pre-Covid-Plan" arbeiten könne. Grund für die Schwierigkeiten von Mozilla sei die gesamte wirtschaftliche Lage, die sich durch Corona ergeben habe, offenbar konnten Mozilla und Firefox nicht im selben Maße von Lockdown und Home-Office profitieren wie viele andere im IT-Geschäft. Infografik: Tastenkombinationen für Firefox
Gleichzeitig kündigte die Chefin eine Neuausrichtung bzw. einen neuen Fokus bei den Tätigkeiten an: Man will vor allem an jenen Produkten arbeiten, die auch tatsächlich Geld abwerfen. Im teilweise ziemlich inhaltsleeren PR-Sprech von Baker seien das ein Fokus auf das Produkt, Technologie, Community und Wirtschaft, überdies soll ein neues Mindset geschaffen werden.
Mozilla will u. a. Produkte erschaffen, die "Software-Schäden lindern" und die von "Menschen geliebt und gewollt werden". Zumindest ersteres ist aber eine gewagte Behauptung. Denn auf Twitter meldete sich Michal Purzynski zu Wort, der bei Mozilla im Threat Management-Team tätig ist bzw. war. Purzynski schreibt auf Twitter, dass sein gesamtes Team gekillt wurde: "Mozilla ist jetzt ohne Bedrohungserkennung und Reaktion auf Vorfälle", der Entwickler wirft Baker "schreckliches Missmanagement" vor.
Baker jedenfalls will sich auf Mozilla-Produkte wie Pocket, VPN, den VR-Chatroom Hubs sowie neue "Sicherheits- und Privatsphäre"-Tools konzentrieren. Firefox spielt im Blogbeitrag der Mozilla-Chefin allenfalls eine Nebenrolle, wie man die stetig schrumpfenden Marktanteile (aktuell 7,36 Prozent) ansprechen will, verriet Baker nicht.
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