Mozilla im Panikmodus: Kartellklage gegen Google bedroht Firefox
Gestern wurde bekannt, dass das US-Justizministerium ein Kartellverfahren gegen Google in die Wege geleitet hat. Ein zentraler Punkt sind hier die Zahlungen an andere Dienste und Firmen. Bei Mozilla ist man deshalb in heller Aufregung. Denn man ist auf Google-Geld angewiesen.
Dass es Firefox-Macher Mozilla nicht besonders gut geht, da die Foundation kaum echte Einnahmequellen hat, ist alles andere als ein Geheimnis. Dass es den Browser überhaupt noch gibt, hat man dem größten Konkurrenten zu verdanken, nämlich Chrome-Anbieter Google.
Denn der Suchmaschinenriese aus dem kalifornischen Mountain View überweist viel Geld an Mozilla, damit Google als Suchmaschine in Firefox voreingestellt ist. Diese lässt sich zwar jederzeit vom Nutzer ändern, in der Praxis dürften das allerdings auch die wenigsten machen - denn schließlich ist Google auch so etwas wie ein Standard.
Das ist auch Thema eines Blogbeitrags bzw. Statements von Mozilla zum Fall "U.S. vs. Google": Der Firefox-Anbieter schreibt, dass man es zwar befürwortet, die Wettbewerbspraktiken von Big Tech unter die Lupe nehmen, man aber auch "aus eigener Erfahrung" anmerken muss, dass es "von heute auf morgen keine Lösung für diese komplexen Fragen gibt".
Schließlich seien die eigenen Ursprünge "eng mit dem letzten großen Kartellverfahren gegen Microsoft in den 1990ern verbunden", so Mozilla. Die Foundation reagiert auch direkt auf den Umstand, dass das US-Justizministerium die Kombination von Firefox und Google als Beispiel für das vermeintlich wettbewerbswidrige Verhalten nennt.
Mozilla: "Die unbeabsichtigte Beschädigung kleinerer Innovatoren durch solche Maßnahmen wird dem System als Ganzes schaden, ohne dass die Verbraucher einen sinnvollen Nutzen haben - und so wird niemand Big Tech in Ordnung bringen können."
Siehe auch: Mozilla verlängert den Deal mit Google, sichert damit das Überleben
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Denn der Suchmaschinenriese aus dem kalifornischen Mountain View überweist viel Geld an Mozilla, damit Google als Suchmaschine in Firefox voreingestellt ist. Diese lässt sich zwar jederzeit vom Nutzer ändern, in der Praxis dürften das allerdings auch die wenigsten machen - denn schließlich ist Google auch so etwas wie ein Standard.
Mozilla: Verfahren geht auf Kosten der Kleinen
Für die US-amerikanische Justiz bzw. die Kartellhüter ist das ein zentraler Punkt, warum sich Google als ebenjener Quasi-Standard einbetoniert. Doch der Fall Firefox zeigt, dass die Angelegenheit komplizierter ist. Denn ohne das Google-Geld gäbe es einen der wichtigsten Konkurrenten am Browsermarkt wohl nicht.Das ist auch Thema eines Blogbeitrags bzw. Statements von Mozilla zum Fall "U.S. vs. Google": Der Firefox-Anbieter schreibt, dass man es zwar befürwortet, die Wettbewerbspraktiken von Big Tech unter die Lupe nehmen, man aber auch "aus eigener Erfahrung" anmerken muss, dass es "von heute auf morgen keine Lösung für diese komplexen Fragen gibt".
Schließlich seien die eigenen Ursprünge "eng mit dem letzten großen Kartellverfahren gegen Microsoft in den 1990ern verbunden", so Mozilla. Die Foundation reagiert auch direkt auf den Umstand, dass das US-Justizministerium die Kombination von Firefox und Google als Beispiel für das vermeintlich wettbewerbswidrige Verhalten nennt.
Kollateralschaden des Verfahrens
Man fürchtet, dass man zum Kollateralschaden des Falles wird und man kann die Panik bei Mozilla durchaus herauslesen - denn laut Medienberichten bekommt man von Google zwischen 400 und 450 Millionen Dollar pro Jahr. Ohne dieses Geld müsste Mozilla wohl zusperren.Mozilla: "Die unbeabsichtigte Beschädigung kleinerer Innovatoren durch solche Maßnahmen wird dem System als Ganzes schaden, ohne dass die Verbraucher einen sinnvollen Nutzen haben - und so wird niemand Big Tech in Ordnung bringen können."
Siehe auch: Mozilla verlängert den Deal mit Google, sichert damit das Überleben
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