Amazon bekommt Probleme mit falschen Bewertungen nicht in den Griff
Zu positive Durchschnittswertungen bei Amazon durch gefälschte, irreführende Rezensionen sind nach einer Untersuchung immer noch ein Problem. Der Online-Versandriese hat zwar schon viel getan, kommt aber noch immer nicht gegen Fake-Bewertungen an.
Das hat eine neue Untersuchung ergeben, die die Plattform MyDealz mithilfe des Analysedienstes Review Meta durchgeführt hat. Dabei wurden über Stichproben die Kunden-Bewertungen von 2.010 Produkten analysiert, die bei Amazon in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und den USA die Top-10 der meistverkauften Produkte in insgesamt 201 Warengruppen bilden.
"Das Ergebnis ist für Amazon wenig schmeichelhaft", so MyDealz in der Erläuterung der Ergebnisse. Review Meta zufolge gab es bei 67,01 Prozent der Produkte eine zu positive Durchschnittwertung. Das würde bedeuten, dass sieben von zehn Produkten zu gut bewertet wurden und sich somit für die Kaufinteressenten ein falsches Bild darstellt.
Da sich laut dem MyDealz-Bericht rund 59 Prozent der Amazon-Kunden vor allem an den Bewertungen anderer vermeintlicher Käufer orientieren, ist die Quote der vermutlichen Fakes schon dramatisch hoch. Andersherum hatten aber auch 53 Prozent in einer Umfrage durch die Wirtschaftswoche bestätigt, dass sie viele veröffentlichte Kundenstimmen für unglaubwürdig halten - eine Differenzierung ist also bei den Kunden nur teilweise angekommen.
Siehe auch:
"Das Ergebnis ist für Amazon wenig schmeichelhaft", so MyDealz in der Erläuterung der Ergebnisse. Review Meta zufolge gab es bei 67,01 Prozent der Produkte eine zu positive Durchschnittwertung. Das würde bedeuten, dass sieben von zehn Produkten zu gut bewertet wurden und sich somit für die Kaufinteressenten ein falsches Bild darstellt.
Da sich laut dem MyDealz-Bericht rund 59 Prozent der Amazon-Kunden vor allem an den Bewertungen anderer vermeintlicher Käufer orientieren, ist die Quote der vermutlichen Fakes schon dramatisch hoch. Andersherum hatten aber auch 53 Prozent in einer Umfrage durch die Wirtschaftswoche bestätigt, dass sie viele veröffentlichte Kundenstimmen für unglaubwürdig halten - eine Differenzierung ist also bei den Kunden nur teilweise angekommen.
Viel gelöscht - doch es bleiben viele Fakes
Über die Analysen des Tools Review Meta hatten wir schon häufiger berichtet. Durch die regelmäßigen Reports war zum Beispiel im Jahr 2016 aufgefallen, dass Amazon begonnen hatte, im großen Stil Fake-Bewertungen zu löschen. Eine halbe Million Bewertungen wurden so innerhalb einer Bereinigung entfernt, um das Sterne-Bewertungssystem wieder neu zu berechnen.Siehe auch:
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
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