Gekaufte Fake-Bewertungen:
Amazon verklagt erste Marketplace-Händler

Beim Online-Händler Amazon haben sich über die Jahre eine ganze Menge falscher Bewertungen eingeschlichen. Verkäufer, die Amazon Marketplace nutzen oder als Hersteller schlechte Bewertungen zu ihren Produkten bekommen haben, versuchen mit bezahlten Fake-Bewertungen zu einem besseren Ranking zu kommen.
Amazon, Paket, Beschädigung
Pluspedia
Diesem Geschäftsmodell hat Amazon jetzt nicht nur auch auf der Seite der Händler den Kampf angesagt, sondern auch erste Taten folgen lassen. Laut dem Bericht der Seattle Times verklagt Amazon in den USA die ersten Unternehmen, die sich auf einen solchen Deal mit bezahlten Reviews eingelassen hatten. Abgestraft werden damit jetzt nicht nur die Account-Inhaber, die solche falsche Bewertungen eingestellt haben, sondern auch die Auftraggeber. Amazon BewertungenDie Produktbewertungen sind ein wichtiger Teil auf Amazons Angebotseite.

Riesen-Geschäft mit falschen Reviews

Zuvor hatte der Online-Riese bereits im Oktober damit für Aufregung unter den Betroffenen gesorgt, als mehr als 1.100 Firmen beziehungsweise Accountinhaber vor Gericht gezerrt wurden, die diese gefälschten positiven Bewertungen verkauft beziehungswiese für die Händler in Auftrag gegeben hatten. Damals hieß es, im Schnitt würden zunächst fünf US-Dollar für eine gefälschte Produktbewertung bezahlt. Der Schaden sei aber bedeutend höher, da die Kunden getäuscht würden. Eine einzelne gefälschte Bewertung allein ist zwar nicht viel wert, ihren Machern bringt das Prinzip aber eine Menge Einkommen. Zudem erkaufen sich zahlreiche Hersteller so unangemessen gute Bewertungen oder rücken ihr Produkt durch eine Vielzahl an Bewertungen stärker in den Fokus der potentiellen Kunden.

Das System der Review-Fälschungen ist für Amazon seit Jahren ein großes Ärgernis und für viele Unternehmen ein Teil ihres Marketings. Wie die Quote zwischen echten und falschen Bewertungen bei Amazon aussieht, ist nicht bekannt.

Amazon weitet daher jetzt den Kampf gegen Fake-Reviews nochmals aus, um die Qualität der Bewertungen wieder an einen reellen Durchschnittswert der tatsächlichen Kunden-Erfahrungen heranzuholen.

Siehe auch: Amazon geht gegen Fake-Reviews vor, klagt mehr als 1.100 Personen an
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