Corona-Hotspot? Kranke Amazon-Mitarbeiter in Bad Hersfeld (Update)

Amazon, Logo, Versandhandel, Logistikzentrum Bildquelle: Amazon
Ende April hatte es bei Amazon in Winsen an der Luhe den ersten be­kannten größeren Ausbruch von Corona unter der Belegschaft gegeben. Nun sind weitere Vorfälle in Bad Hersfeld bekannt geworden, Medien berichten über einen Corona-Hotspot.
Update vom 12.6.: Amazon hat uns kontaktiert und Maßnahmen erläutert, die in den letzten Wochen zur Vorbeugung neuer Ansteckungen umgesetzt wurden. Mehr dazu am Ende des Beitrags.

Auch in Deutschland hat der Versandriese Amazon schon seit Beginn der Corona-Krise zahlreiche Änderungen in seinen Versandzentren umgesetzt, damit Mitarbeiter möglichst wenig Ansteckungsrisiken durch Kontakt mit anderen Kollegen eingehen müssen. Doch nicht alles lief bisher glatt. Schon vor ein paar Wochen war es in Winsen an der Luhe soweit, dass erste Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Infografik: So viele Menschen arbeiten für die Tech-RiesenSo viele Menschen arbeiten für die Tech-Riesen

Unbekannt, wie viele Mitarbeiter krank waren

Nun wiederholt sich das in Bad Hersfeld, auch wenn nach den aktuellen Medien-Berichten noch längst nicht so ein großer Anteil der Mitarbeiter erkrankt sein soll. Laut den Ost-Hessen News sind aber allein in den letzten Tagen 13 Mitarbeiter neu erkrankt beziehungsweise beim Landkreis als positiv getestet gemeldet worden. Weitere wurden getestet. Wie viele Mitarbeiter insgesamt erkrankt oder genesen sind, ist bisher nicht öffentlicht bekannt, die Zeitungen berichteten bisher widersprüchliche Zahlen.

Anschließend hieß es, dass weitere Mitarbeiter den Coronavirus hätten. Entsprechend schrillen die Alarmglocken, wie es zu den gehäuften Ansteckungen kommen konnte und ob es vielleicht an zu laschen Umsetzungen vor Ort bei den Schichtarbeitern gekommen ist. Das schließt Amazon selbst derzeit aus.

Die Ost-Hessen News berichtete, dass sich die Mitarbeiter mit hoher Wahr­schein­lichkeit bei Feierlichkeiten im privaten Rahmen angesteckt hatten.

Schließung erst bei "Hotspot"

Der Amazon-Standort in Bad Hersfeld FRA3 gehört mit rund 2700 Arbeitern zu den größeren Logistikzentren des Konzerns in Deutschland. Sollte es dort in kurzer Zeit zu vermehrten Krankheitsfällen kommen, könnte eine Schließung drohen, so wie es andere Landkreise schon bei anderen Industriezweigen vorgemacht haben. Das es zu Schließungen kommt, glaubt man beim Versandriesen aber nicht. Die Mitarbeiter vor Ort schützen sich und ihre Kollegen demnach gewissenhaft, und das sehen auch die Behörden derzeit so.

Amazon Stellungnahme: Amazon-Pressesprecher Thorsten Schwindhammer hat uns einige offenen Fragen beantwortet und weitere Details zu den Krankheitsfällen in Bad Hersfeld FRA3 bekanntgegeben. Amazon nennt keine aktuellen Fallzahlen, bestätigte WinFuture gegenüber aber, dass es zum Beispiel seit Anfang Mai in Winsen keine Neuansteckungen gegeben hat. Die schnell vor Ort eingeleiteten Maßnahmen hätten ihr Übriges dazu getan. In Bad Hersfeld dürfte sich ein ähnlicher Effekt zeigen. Einen Massentest gibt es in den Zentren zudem nicht, Amazon setzt auf Prävention und Quarantänemaßnahmen, damit wurde bislang die weitere Verbreitung effektiv gestoppt. Dass sich ein Corona-Hotspot aufbauen könnte, wird auch von den Behörden derzeit ausgeschlossen. Das Gesundheitsamt arbeitet dabei zudem eng mit Amazon zusammen und kontrolliert vor Ort - nicht nur in Bad Hersfeld. Demnach wurde bereits mehrfach bescheinigt, dass genau die richtigen Maßnahmen ergriffen wurden. Dazu gehören zum Beispiel häufigere Desinfektion, Mund-Nasenschutzmasken und Handschuhe für die Mitarbeiter, neue "Einbahnstraßenregelungen" für Pausenräume und Wege und vieles mehr. Was da im Einzelnen dazugehört, hat der Konzern in einem Video gezeigt:

Amazon Schutzmaßnahmen

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