Corona-App wird ausgerechnet in Risiko-Gruppen kaum funktionieren
Die bisherigen Planungen für die angekündigte Corona-App haben einen gewaltigen Haken: Die Software wird auf sehr vielen Mobiltelefonen gar nicht funktionieren - Schätzungen gehen von mindestens einem Viertel der im Einsatz befindlichen Geräte aus.
Eine der Kerntechnologien, die für die Funktionsweise der App benötigt wird, ist Bluetooth Low Energy. Denn die Smartphones sollen über diesen Standard erkennen, mit welchen anderen Nutzern man in mehr oder weniger unmittelbarem Kontakt war. Andere Funklösungen wie NFC haben nicht genug Reichweite, während andere wie WLAN oder Bluetooth mit höherer Leistung zu viel Reichweite hätte, um sinnvolle Kontaktprofile hinzubekommen.
"Die grundlegenden technologischen Einschränkungen liegen in der Tatsache begründet, dass immer noch etliche Telefone in Gebrauch sind, die nicht über die notwendige Bluetooth-Variante oder das neueste Betriebssystem verfügen", zitiert die Nachrichtenagentur DPA Ben Wood, Analyst beim Marktforschungsunternehmen CCS Insight.
Wie man diese in die geplante Überwachung von Infektionsketten hineinbekommt, ist eine bisher noch nicht gelöste Frage. Hier könnte auch der Grund dafür liegen, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Hoffnungen auf eine schnelle Verfügbarkeit bremste. Er sprach von eher vier als zwei Wochen, bis die App verfügbar ist.
Die technischen Probleme wird aber auch eine längere Entwicklungszeit kaum lösen. Denn die neueren Bluetooth-Chips lassens ich schlicht nicht nachrüsten. Und selbst wo hinreichend neue Module verbaut sind, hängen die Schwierigkeiten oft am Betriebssystem, das gerade auf älteren und auch neuen Billig-Smartphones oft genug überhaupt keine Updates bekommt.
"Die grundlegenden technologischen Einschränkungen liegen in der Tatsache begründet, dass immer noch etliche Telefone in Gebrauch sind, die nicht über die notwendige Bluetooth-Variante oder das neueste Betriebssystem verfügen", zitiert die Nachrichtenagentur DPA Ben Wood, Analyst beim Marktforschungsunternehmen CCS Insight.
Vor allem Risikogruppe betroffen
Bei der Sache kommen wieder Dinge zusammen, die sich gegenseitig verschärfen: Ausgerechnet die Risikogruppen - also ältere Menschen und Leute aus prekären sozialen Schichten, sind auch jene, bei denen es sehr viel wahrscheinlicher ist, dass sie nicht über die ausreichende Technik verfügen und somit auch nicht an der App-Nutzung teilnehmen werden.Wie man diese in die geplante Überwachung von Infektionsketten hineinbekommt, ist eine bisher noch nicht gelöste Frage. Hier könnte auch der Grund dafür liegen, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Hoffnungen auf eine schnelle Verfügbarkeit bremste. Er sprach von eher vier als zwei Wochen, bis die App verfügbar ist.
Die technischen Probleme wird aber auch eine längere Entwicklungszeit kaum lösen. Denn die neueren Bluetooth-Chips lassens ich schlicht nicht nachrüsten. Und selbst wo hinreichend neue Module verbaut sind, hängen die Schwierigkeiten oft am Betriebssystem, das gerade auf älteren und auch neuen Billig-Smartphones oft genug überhaupt keine Updates bekommt.
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