Scheuer will Paket-Transporte in Großstädten ins U-Bahn-Netz verlegen
Die U-Bahn-Netze in den Metropolen sollten zukünftig nicht mehr ausschließlich für den Personen-Transport genutzt werden. Auch eine Entlastung des oberirdischen Lieferverkehrs wäre möglich, heißt es jetzt aus dem Bundesverkehrsministerium.
Insbesondere das immer weiter steigende Paket-Aufkommen könnte mit Hilfe der U-Bahnen ein Stück weit besser unter Kontrolle gebracht werden. Inwiefern das in der Praxis umsetzbar ist, will Minister Andreas Scheuer (CSU) jetzt testen lassen, wie er gegenüber den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft erklärte.
"Ich wäre dazu bereit, ein Pilotprojekt mit einer Stadt zu machen, wo wir eine U-Bahn umbauen und eine spezielle Paket-U-Bahn daraus machen", erklärte Scheuer, der trotz des Maut-Skandals noch immer im Amt ist. Das würde dann im Kern so funktionieren, dass nachts unterirdisch Lieferungen zu so genannten Micro-Hubs in den einzelnen Stadtteilen gebracht werden, von wo aus man sie dann tagsüber an die jeweiligen Empfänger verteilt. Diese letzten kurzen Wege könnten dann unter anderem auch per Lastenrad bewältigt werden.
Und es wäre auch eine umweltfreundlichere Alternative. Eine entsprechende Umrüstung wäre im Kern ein Bestandteil der Umstellung auf Elektromobilität, die eben nicht einfach bedeutet, dass andere Antriebe in den Autos stecken. Auch bei den Verkehrskonzepten sind entsprechend neue Ideen gefragt. Die Kombination von ungenutzten Ressourcen in den U-Bahn-Netzen mit Elektro-Lastenrädern wäre eine solche.
Siehe auch: Netzagentur: Zahl der Beschwerden über Postlieferungen steigt stark
"Ich wäre dazu bereit, ein Pilotprojekt mit einer Stadt zu machen, wo wir eine U-Bahn umbauen und eine spezielle Paket-U-Bahn daraus machen", erklärte Scheuer, der trotz des Maut-Skandals noch immer im Amt ist. Das würde dann im Kern so funktionieren, dass nachts unterirdisch Lieferungen zu so genannten Micro-Hubs in den einzelnen Stadtteilen gebracht werden, von wo aus man sie dann tagsüber an die jeweiligen Empfänger verteilt. Diese letzten kurzen Wege könnten dann unter anderem auch per Lastenrad bewältigt werden.
Deutlich weniger Lieferwagen
Wird ein solches Projekt erfolgreich umgesetzt, könnte der immer weiter zunehmende Lieferverkehr in den Städten zumindest entlastet werden. Im Verkehrsministerium rechnet man damit, den Lieferverkehr um rund 20 Prozent reduzieren zu können. Angesichts des enorm gewachsenen Verkehrs der verschiedenen Lieferdienste wäre das für die Situation auf den innerstädtischen Straßen eine signifikante Entlastung.Und es wäre auch eine umweltfreundlichere Alternative. Eine entsprechende Umrüstung wäre im Kern ein Bestandteil der Umstellung auf Elektromobilität, die eben nicht einfach bedeutet, dass andere Antriebe in den Autos stecken. Auch bei den Verkehrskonzepten sind entsprechend neue Ideen gefragt. Die Kombination von ungenutzten Ressourcen in den U-Bahn-Netzen mit Elektro-Lastenrädern wäre eine solche.
Siehe auch: Netzagentur: Zahl der Beschwerden über Postlieferungen steigt stark
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