Netzagentur: Zahl der Beschwerden über Postlieferungen steigt stark
Wie stark die Probleme bei den Logistikern durch die immer größer werdenden Paketmengen werden zeigt sich zunehmend auch an den Beschwerden, die bei der zuständigen Bundesnetzagentur eingehen. In diesem Jahr ging es um ein Drittel nach oben.
Rund 17.000 Eingaben von Verbrauchern, die sich auf Post-Dienstleistungen beziehen, sind in diesem Jahr insgesamt bei der Behörde eingegangen. Das Spektrum reicht hier von Briefen, die zu spät oder falsch zugestellt werden, bis hin zu Klagen über Paketboten, die nicht mehr klingeln, sondern nur noch den Abholschein einwerfen. Das geht aus Daten hervor, die der Nachrichtenagentur DPA vorliegen.
Allerdings räumt die Behörde auch ein, dass nicht ganz genau nachvollzogen werden kann, was die Ursache der wachsenden Beschwerdemengen ist - denn diese kletterten binnen drei Jahren von 6.100 über 12.600 auf den heutigen Wert. Hier können real wachsende Schwierigkeiten und auch die Tatsache, dass viele Verbraucher überhaupt erst jetzt über die Möglichkeit einer Beschwerde bei der Bundesnetzagentur informiert sind, eine Rolle spielen.
Bei der Bundesnetzagentur hieß es hingegen, dass man das steigende Beschwerde-Aufkommen sehr ernst nehme. Klar ist allerdings auch, dass die Logistiker mit immer größeren Problemen zu kämpfen haben. Denn es ist bereits der Punkt absehbar, an dem die Flut an Zustellungen aus dem Online-Handel nicht mehr allein mit mehr Auslieferern in den Griff bekommen werden kann und andere Wege nötig werden.
Siehe auch: Post/DHL: Preise fast aller Pakete und Päckchen werden teurer
Allerdings räumt die Behörde auch ein, dass nicht ganz genau nachvollzogen werden kann, was die Ursache der wachsenden Beschwerdemengen ist - denn diese kletterten binnen drei Jahren von 6.100 über 12.600 auf den heutigen Wert. Hier können real wachsende Schwierigkeiten und auch die Tatsache, dass viele Verbraucher überhaupt erst jetzt über die Möglichkeit einer Beschwerde bei der Bundesnetzagentur informiert sind, eine Rolle spielen.
Post sieht kein Problem
Bei der Deutschen Post versucht man dabei eine Einordnung in die allgemeinen Größenverhältnisse. Ein Sprecher des Marktführers erklärte, dass man im Jahr eine zweistellige Milliarden-Menge an Briefen und Paketen zustelle - da sei eine Zahl von einigen Tausend Beschwerden verschwindend gering. Er verwies außerdem darauf, dass die Beschwerdezahlen beim Unternehmen selbst rückläufig seien, was man als Indiz für eine "überwiegend hervorragende Arbeit" der Beschäftigten auffasse.Bei der Bundesnetzagentur hieß es hingegen, dass man das steigende Beschwerde-Aufkommen sehr ernst nehme. Klar ist allerdings auch, dass die Logistiker mit immer größeren Problemen zu kämpfen haben. Denn es ist bereits der Punkt absehbar, an dem die Flut an Zustellungen aus dem Online-Handel nicht mehr allein mit mehr Auslieferern in den Griff bekommen werden kann und andere Wege nötig werden.
Siehe auch: Post/DHL: Preise fast aller Pakete und Päckchen werden teurer
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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