New York: Pixel-Smartphones erlauschen Defekte in U-Bahn-Gleisen

Googles Pixel-Smartphones werden jetzt von der New Yorker Ver­kehrs­ge­sell­schaft zweckentfremdet. Denn man hat entdeckt, dass sich mit den Geräten Probleme im Schienennetz ganz hervorragend aufspüren lassen.
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Testlauf erfolgreich

Zwischen September und Januar wurden sechs Google Pixel-Smartphones auf vier Wagen der New Yorker U-Bahn installiert, genauer gesagt auf der A-Linie. Dies diente dem Zweck, eine neue Methode zur Überwachung des Schienennetzes zu testen, wie aus einem Bericht des US-Magazins Wired hervorgeht.

Die Metropolitan Transportation Authority (MTA) arbeitete hierbei mit Google zusammen, um herauszufinden, ob handelsübliche Smartphones mit Sensoren wie Beschleunigungsmessern, Magnetometern und Gyroskopen dabei helfen könnten, den Zustand der Schienen zu analysieren. Geräte an den Außenseiten der Wagen waren zusätzlich mit Mikrofonen ausgestattet, um Geräusche aufzuzeichnen.


Bisher erfolgt die Inspektion der rund tausend Gleiskilometer durch menschliche Prüfer, die zu Fuß nach möglichen Schäden wie gebrochenen Schienen oder Wasserschäden suchen. Ergänzend dazu fahren dreimal jährlich spezielle "Geometriewagen" mit hoch entwickelten Sensoren zur Datenerfassung durch das Netz.

Die Tests mit der neuen Technologie, von Google "TrackInspect" genannt, haben gezeigt, dass durch die Kombination von Audio-, Vibrations- und Standortdaten potenzielle Problemstellen frühzeitig erkannt werden können. Die gesammelten Daten könnten künftig dazu genutzt werden, Inspektoren gezielt an Schadstellen zu schicken, anstatt sie lange nach Defekten suchen zu lassen. Laut MTA konnte die Technologie 92 Prozent der später von Menschen festgestellten Schäden identifizieren.

Kein Menschen-Ersatz

Demetrius Crichlow, Präsident der MTA, sieht in der Methode eine Möglichkeit, Inspektionsaufwand zu reduzieren und die Reparaturarbeiten effizienter zu gestalten. Ziel sei es, Probleme zu entdecken, bevor sie zu größeren Störungen führen und Fahrgäste beeinträchtigen. Die Kooperation mit Google wird nun in eine erweiterte Pilotphase übergehen, bei der eine voll funktionsfähige Version des Systems entwickelt und von Inspektoren genutzt werden soll.

Die MTA folgt damit einem globalen Trend: Weltweit testen Verkehrsbehörden künstliche Intelligenz und Sensortechnik zur Verbesserung der Infrastrukturüberwachung. Andere Systeme verwenden Kameras oder spezielle Sensoren an den Schienen, während New York auf die Analyse von Klang- und Schwingungsmustern setzt. Trotz technischer Fortschritte bleibt jedoch die menschliche Kontrolle weiterhin unerlässlich, da gesetzliche Vorschriften in den USA eine regelmäßige Inspektion durch Menschen vorschreiben.
Zusammenfassung
  • New Yorker Verkehrsgesellschaft nutzt Pixel-Smartphones zur Gleisinspektion
  • Sechs Smartphones wurden auf vier U-Bahn-Wagen der A-Linie installiert
  • Sensoren und Mikrofone erfassen Daten zur Analyse des Schienenzustands
  • 'TrackInspect' erkennt 92 Prozent der später manuell festgestellten Schäden
  • Technologie soll den Inspektionsaufwand reduzieren und Reparaturen effizienter machen
  • Erweitertes Pilotprojekt zur Entwicklung einer voll funktionsfähigen Version
  • Menschliche Kontrolle bleibt trotz technischer Fortschritte unerlässlich

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