Apple spricht sich gegen einheitliche EU-Ladegeräte mit USB-C aus
Nachdem die Europäische Kommission derzeit erneut über einen einheitlichen USB-C-Standard für mobile Endgeräte spricht, äußert sich Apple in einem ersten Statement zu den möglichen Konsequenzen. Der Hersteller warnt vor Innovations- und Umweltproblemen.
Einheitliche Netzteile, Ladekabel und Anschlüsse für Smartphones und Tablets stehen bereits seit geraumer Zeit auf der Wunschliste der Europäischen Union. Hatten sich vor mehr als 10 Jahren Hersteller bereits auf einen Micro-USB-Standard geeinigt, ist nun der deutlich modernere USB-C im Gespräch. Bei einer möglichen Regulierung innerhalb der EU könnten dabei nicht nur Produzenten günstiger Mobilgeräte das Nachsehen haben, sondern auch der US-amerikanische Konzern Apple. An den iPhones des Herstellers kommt bis dato der hauseigene Lightning-Anschluss zum Einsatz.
Laut Hersteller wurden bisher über eine Milliarde Apple-Geräte mit einem Lightning-Anschluss ausgeliefert, von denen hunderte Millionen aktiver Zubehörteile bei einem solchen EU-Entschluss obsolet sein würden.
Mit einer im Dezember beauftragten Studie von Copenhagen Economics versucht Apple der EU-Kommission seine Sichtweite wissenschaftlich zu verdeutlichen. Die Entwicklung der letzten Jahre sehe der Konzern jedoch positiv. Durch die Einigung aller Hersteller konnte der Anteil von Ladegeräten und Zubehör mit einst 30 verschiedenen Anschlüssen auf drei und bald auf zwei gesenkt werden - USB-C und Lightning. Zudem liefert Apple schon jetzt USB-C-Netzteile aus, die zu sämtlichen Smartphones und Tablets kompatibel sein sollen. Es bleibt abzuwarten, wie man in Brüssel auf die Kritik reagiert.
Siehe auch:
Lightning soll bleiben, USB-C-Netzteile sind vorhanden
Aus Cupertino erreichen uns nun die ersten offiziellen Statements, welche sich gegen die einheitlichen Buchsen aussprechen. Apple beschreibt in diesen eine Ausbremsung der Innovation, die mit einer EU-weiten Regulierung einher gehen würde. Zudem kritisiert man die dadurch entstehenden Auswirkungen auf die Umwelt. Aufgrund der weiten Verbreitung von Lightning-Netzteilen, Ladekabeln und passendem Zubehör von Drittanbietern, würde bei einem zeitnahen Drängen hin zu USB-C eine "beispiellose Menge an Elektroschrott" anfallen.Laut Hersteller wurden bisher über eine Milliarde Apple-Geräte mit einem Lightning-Anschluss ausgeliefert, von denen hunderte Millionen aktiver Zubehörteile bei einem solchen EU-Entschluss obsolet sein würden.
Mit einer im Dezember beauftragten Studie von Copenhagen Economics versucht Apple der EU-Kommission seine Sichtweite wissenschaftlich zu verdeutlichen. Die Entwicklung der letzten Jahre sehe der Konzern jedoch positiv. Durch die Einigung aller Hersteller konnte der Anteil von Ladegeräten und Zubehör mit einst 30 verschiedenen Anschlüssen auf drei und bald auf zwei gesenkt werden - USB-C und Lightning. Zudem liefert Apple schon jetzt USB-C-Netzteile aus, die zu sämtlichen Smartphones und Tablets kompatibel sein sollen. Es bleibt abzuwarten, wie man in Brüssel auf die Kritik reagiert.
Alternative: Bald nur noch kabelloses Laden denkbar
In Hinsicht auf kommende iPhone-Generationen wird in der Gerüchteküche schon lange über den Wechsel von Lightning hin zu USB-C spekuliert. Apple könnte dem zudem entgegenwirken und zukünftig gänzlich auf physische Ladeanschlüsse verzichten. Der Hersteller gilt als Vorreiter, denkbar essentielle Ports zugunsten einer kabellosen Zukunft zu entfernen. Geschehen unter anderem beim klassischen Klinken-Stecker und voraussichtlich bald auch bei einem möglichen Wechsel auf "Wireless Charging only".Siehe auch:
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Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
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