Joint Venture von BMW und Daimler setzt bei E-Autos lieber auf Tesla
Es lässt einigermaßen tief blicken, wenn ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Automobil-Industrie seine neuen Fahrzeuge lieber beim Konkurrenten aus den USA bestellt. So geschieht es jetzt beim Mobilitätsanbieter Free Now.
Der Name des Unternehmens ist den meisten Verbrauchern wahrscheinlich eher unbekannt, viele dürften aber MyTaxi kennen, das den Ursprung des Unternehmens darstellt. Die Umbenennung erfolgte im vergangenen Jahr, da die Firma inzwischen weitaus mehr anbietet als Taxi-Vermittlungen. Betrieben wird Free Now als Joint Venture zwischen den Automobilkonzernen BMW und Daimler.
Wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet, plant das Unternehmen nun die Aufstockung seiner eigenen Fahrzeug-Flotte mit 60 Elektroautos, die zukünftig Fahrgäste in Hamburg ans Ziel bringen sollen. Diese werden aber nicht von einem der Mutterkonzerne kommen. Vielmehr bestellt Free Now die Autos beim US-Hersteller Tesla. Um welches oder welche Modelle es sich dabei handelt, ist nicht bekannt geworden.
Free Now bietet neben Taxi-Fahrten inzwischen auch Carsharing und einen Mietwagen-Verleih an. In welchem Bereich die bestellten Fahrzeuge zum Einsatz kommen werden, bleibt abzuwarten. Generell scheint das Konzept des Joint Ventures aber zu funktionieren. Das Unternehmen meldete 39 Millionen Fahrgäste im letzten Jahr, was einem Wachstum um 20 Prozent entspricht.
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Wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet, plant das Unternehmen nun die Aufstockung seiner eigenen Fahrzeug-Flotte mit 60 Elektroautos, die zukünftig Fahrgäste in Hamburg ans Ziel bringen sollen. Diese werden aber nicht von einem der Mutterkonzerne kommen. Vielmehr bestellt Free Now die Autos beim US-Hersteller Tesla. Um welches oder welche Modelle es sich dabei handelt, ist nicht bekannt geworden.
Kundenzahlen nehmen stark zu
Warum genau man sich für Tesla entscheidet, ist ebenfalls nicht näher erläutert worden. Allerdings kann man davon ausgehen, dass es überhaupt erst mal darum geht, eine größere Menge an Fahrzeugen bestellen zu können. Bei den deutschen Anbietern werden die E-Modelle immerhin noch nicht in solchen Großserien produziert, wie es bei Tesla der Fall ist. Und natürlich dürfte auch das Interesse potenzieller Kunden eine Rolle spielen. Tesla ist aktuell eine Hype-Marke und die Autos können einen Wettbewerbsvorteil darstellen, wenn sich Kunden zwischen mehreren Anbietern zu entscheiden haben.Free Now bietet neben Taxi-Fahrten inzwischen auch Carsharing und einen Mietwagen-Verleih an. In welchem Bereich die bestellten Fahrzeuge zum Einsatz kommen werden, bleibt abzuwarten. Generell scheint das Konzept des Joint Ventures aber zu funktionieren. Das Unternehmen meldete 39 Millionen Fahrgäste im letzten Jahr, was einem Wachstum um 20 Prozent entspricht.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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