Kartell sorgte über Jahre für zu hohe Preise von Festplatten
Die Wettbewerbsbehörden sind einem Kartell auf die Spur gekommen, in dem über lange Zeit Preisabsprachen unter den Zulieferern von Komponenten für Festplatten getroffen wurden. Auslöser ist das Eingeständnis des japanischen Unternehmens NHK Spring, Teil des illegalen Netzwerkes gewesen zu sein.
Die Firma rettete sich in einen Kronzeugen-Status. Nachdem man sich selbst für schuldig erklärt und eine Geldstrafe an die US-Behörden gezahlt hatte, übergab man außerdem Unterlagen zu den Vorgängen in dem Kartell und zu seinen weiteren Mitgliedern. Beteiligt waren demnach die verschiedenen Anbieter von Aufhängungen für die Schreib-Lese-Köpfe in den Speichersystemen.
Durch die Preisabsprachen haben sich die Beteiligten in dem schrumpfenden Markt möglichst stabile Umsätze gesichert - und das letztlich zu Lasten der Nutzer. Denn diese hätten Festplatten ohne die Preisabsprachen wahrscheinlich etwas günstiger kaufen können. Um welche Differenzen es hier genau geht, lässt sich allerdings nur schwer abschätzen. Vermutlich dürften es nur recht geringe Beträge bei den einzelnen Produkten sein.
Zum gesamten Umfang dürfte es in der kommenden Zeit noch weitergehende Informationen geben. Die Absprachen sollen von 2008 an bis mindestens 2016 stattgefunden haben. Wer genau noch mit zum Kartell gehörte, ist noch nicht bekannt - allerdings funktioniert solch ein System nur, wenn im Grunde alle relevanten Anbieter eines bestimmten Produktes mit dabei sind.
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Durch die Preisabsprachen haben sich die Beteiligten in dem schrumpfenden Markt möglichst stabile Umsätze gesichert - und das letztlich zu Lasten der Nutzer. Denn diese hätten Festplatten ohne die Preisabsprachen wahrscheinlich etwas günstiger kaufen können. Um welche Differenzen es hier genau geht, lässt sich allerdings nur schwer abschätzen. Vermutlich dürften es nur recht geringe Beträge bei den einzelnen Produkten sein.
Mindestens 8 Jahre
Allerdings summieren sich die relativ kleinen Summen auf, wenn es um Großbestellungen von Festplatten-Herstellern geht. Hier dürften die Ermittler davon ausgehen, dass die Differenz allein bei den von NHK Spring belieferten Anbietern über die Zeit hinweg zu einem zweistelligen Millionenbetrag wurde. 28,5 Millionen Dollar Strafe muss das Unternehmen zahlen - was angesichts des Kronzeugen-Status' im Wesentlichen die Abschöpfung der unzulässig erzielten Gewinne sein dürfte.Zum gesamten Umfang dürfte es in der kommenden Zeit noch weitergehende Informationen geben. Die Absprachen sollen von 2008 an bis mindestens 2016 stattgefunden haben. Wer genau noch mit zum Kartell gehörte, ist noch nicht bekannt - allerdings funktioniert solch ein System nur, wenn im Grunde alle relevanten Anbieter eines bestimmten Produktes mit dabei sind.
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Christian Kahle
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