Deutsche Umwelthilfe: Hinter der Glitzer-Handy-Welt steckt viel Müll

Recycling, Elektroschrott, Platinen Bildquelle: greengosolutions.com
Wenn sich in der letzten Zeit jemand einen Namen damit gemacht hat, die Partystimmung mal so richtig zum Kippen zu bringen, ist es wahrscheinlich die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Und auch zum Mobile World Congress (MWC) verteilt der Verband Kritik und verweist auf wachsende Elektroschrott-Berge und mangelhafte Nachhaltigkeit.
Infografik: Millionen Handys landen nicht im RecyclingMillionen Handys landen nicht im Recycling
Kaum eine andere Industrie gehe derzeit so verschwenderisch mit Ressourcen um wie die IT-Branche im satt laufenden Mobile-Geschäft. Sehr kurze Produktzyklen sorgen hier dafür, dass der Bedarf an wertvollen Rohstoffen ebenso wächst wie die Mengen an ausgemusterten Altgeräten. Und trotz diverser Initiativen wird immer noch nur ein relativ geringer Teil dem Recycling zugeführt.

"Allein in Deutschland wandern 24 Millionen neue Smartphones Jahr für Jahr über die Ladentheke, mit verheerenden Auswirkungen für die Umwelt", erklärte die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. Angesichts der bisherigen Entwicklung glaubt man nicht mehr, dass die Branche selbst das Problem in den Griff bekommen kann. Daher fordert die DUH von der Politik eine entsprechende Regulierung.


Maßnahmen wären machbar

Der Verband setzt dabei in erster Linie auf Anreize. So könnten beispielsweise Dienstleistungen zum Erhalt von Smartphones steuerlich begünstigt werden, um die Lebenszyklen der Geräte zu verlängern. Und auch gebrauchte Mobiltelefone könnten von staatlicher Seite her gefördert werden, um den ständigen Neukauf zumindest etwas einzudämmen.

Aber auch um klare Verpflichtungen wird man nach Einschätzung der DUH kaum herumkommen. "Hersteller von Smartphones müssen stärker als bisher in die Pflicht genommen werden, Originalersatzteile zu verhältnismäßigen Kosten anzubieten. Kostenlose Reparaturanleitungen und Software-Updates müssen für die erwartete Lebensdauer der Geräte zur Verfügung gestellt werden", so Philipp Sommer, der sich bei dem Verband um das Gebiet der Kreislaufwirtschaft kümmert.

Aber auch ein Pfandsystem wäre demnach geeignet, um zu verhindern, dass ausgemusterte Geräte letztlich einfach in die Schublade wandern und dort teils über Jahre bleiben. Das etwas passieren muss, zeigen die blanken Zahlen eindrucksvoll. Obwohl das Recycling immer wieder herausgestellt wird, landen hier im Jahr nur Altgeräte mit einem Gewicht von rund 9000 Tonnen. Dem stehen verkaufte Neugeräte mit rund 250.000 Tonnen entgegen.

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