Deutsche Bahn: Wir könnten schnell und billig Glasfaser ausrollen
Einer der größten Infrastruktur-Betreiber des Landes könnte nun dafür sorgen, dass es mit der Verfügbarkeit schneller Internet-Verbindungen endlich zügiger vorangeht. Bei der Deutschen Bahn gibt es einen Plan, wie man relativ günstig einen weitgehend flächendeckenden neuen Backbone im Bundesgebiet bereitstellen kann.
Bei der Bahn steht ohnehin ein umfangreiches Digitalisierungs-Projekt an. Im Zuge dessen soll das Schienennetz parallel auch als Glasfaser-Trasse dienen. Dadurch soll quasi die gesamte Bahnstrecke in Deutschland ein einziges digitales Netzwerk werden und sich aus entsprechenden Datenzentren heraus überwachen und steuern lassen. Und wenn sowieso überall Glas verlegt wird, könnte man auch gleich zusätzliche Fasern legen, die dann für die Datenkommunikation der Bevölkerung genutzt werden können. Das berichtet das Handelsblatt.
Und der Bahn-Vorstand hat der Bundesregierung auch schon ein Finanzkonzept übermittelt. Vergleichsweise magere 3,5 Milliarden Euro werden hier für den Backbone-Ausbau veranschlagt, die aus Bundesmitteln zu finanzieren wären. Das wäre lediglich ein Zehntel dessen, was voraussichtlich in den kommenden 15 Jahren ohnehin in das große Digitalisierungs-Projekt rund um die Bahn investiert werden müsste.
Im Zuge dessen könnten die Zugänge zu Bahngelände und zu dem Backbone an die Mobilfunkbetreiber vermietet werden. Das würde dann zu einer nachträglichen Finanzierung des Projektes beitragen. Und man hätte auch gleich noch vernünftiges Internet im Zug. Allerdings gibt es auch Vorbehalte in der Politik. Verschiedene Fragen der Finanzierung und des Umgangs mit eventuellen Einnahmen durch Vermietung seien noch nicht geklärt. Und befürchtet wird auch, dass die Investitionen folgenlos im Konzern versickern könnten, so wie es schon bei Zuschüssen für Brückensanierungen der Fall war.
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
Und der Bahn-Vorstand hat der Bundesregierung auch schon ein Finanzkonzept übermittelt. Vergleichsweise magere 3,5 Milliarden Euro werden hier für den Backbone-Ausbau veranschlagt, die aus Bundesmitteln zu finanzieren wären. Das wäre lediglich ein Zehntel dessen, was voraussichtlich in den kommenden 15 Jahren ohnehin in das große Digitalisierungs-Projekt rund um die Bahn investiert werden müsste.
Mobilfunksender an die Schiene
Und vom Glasfaser-Backbone der Bahn aus wäre dann ziemlich zügig eine flächendeckende Breitband-Versorgung machbar. Denn das Schienennetz mit einer Gesamtlänge von 33.400 Kilometern ist so verzweigt, dass im Grunde jeder Ort im Land in der Nähe einer Eisenbahn-Trasse liegt. Alle Schienen haben dabei auch schon Kabelschächte, in die sich die Glasfaser-Leitungen einfach einziehen ließen. Dann bräuchte man nur noch neben die Schiene einen Mobilfunk-Turm stellen und hätte eine hervorragende Breitband-Abdeckung.Im Zuge dessen könnten die Zugänge zu Bahngelände und zu dem Backbone an die Mobilfunkbetreiber vermietet werden. Das würde dann zu einer nachträglichen Finanzierung des Projektes beitragen. Und man hätte auch gleich noch vernünftiges Internet im Zug. Allerdings gibt es auch Vorbehalte in der Politik. Verschiedene Fragen der Finanzierung und des Umgangs mit eventuellen Einnahmen durch Vermietung seien noch nicht geklärt. Und befürchtet wird auch, dass die Investitionen folgenlos im Konzern versickern könnten, so wie es schon bei Zuschüssen für Brückensanierungen der Fall war.
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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