Experte hält daran fest: Microsofts Surface-Linie kann jederzeit sterben
Angesichts der großen Erfolge, die Microsoft mit seiner Surface-Serie erringt, dürfte die zuständige Abteilung eigentlich einen immer festeren Stand im Konzern bekommen. Branchenkenner sehen das aber weiterhin anders. Die Produkt-Serie sei weiterhin immer nur eine kleine Trendwende von ihrem Ende entfernt.
Bereits vor einem Jahr hatte der Chef des Marktforschungsunternehmens Canalys, Steve Brazier, prophezeit, dass Microsoft die Surface-Serie wohl im Jahr 2019 auslaufen lassen wird. Aus heutiger Perspektive wirkt eine solche Prognose komplett absurd. Immerhin steigen die Verkaufszahlen, in den USA stieg Microsoft sogar in die Top 5 der PC-Hersteller auf und das Entwicklungsteam legt immer bessere Ergebnisse seiner Arbeit vor.
Entsprechend überrascht dürften die Besucher des Canalys Channels Forum 2018 gewesen sein, als Brazier sich bei der Neuauflage der Konferenz hinstellte und nicht etwa zurückruderte, sondern zu seiner Aussage aus dem letzten Jahr stand. Lediglich vom relativ konkreten 2019er-Termin rückte er jetzt ab, erklärte aber: "Ich stehe zu der Einschätzung, dass es für Microsoft nicht sinnvoll ist, die Geräte zu produzieren."
Die Surface-Serie wurde vor einigen Jahren ins Leben gerufen, als Steve Ballmer noch Konzernchef war. Ihr Zweck bestand in erster Linie darin, Referenz-Designs bereitzustellen und auch in der Praxis zu erproben. Auf dieser Basis sollten dann die normalen PC-Hersteller eigene Windows-Systeme auf den Markt bringen. Allerdings haben die Geräte dann doch einiges an Zugkraft gewonnen und Microsoft gelang es so, quasi als einziger Hersteller, der nicht schon seit Jahren zu den ganz Großen gehörte, durch die Krise des PC-Marktes hindurch erfolgreich zu arbeiten.
So beruht Braziers Einschätzung letztlich eben auf der Tatsache, dass es für Microsoft wesentlich sinnvoller ist, die Ressourcen, die derzeit in die Surface-Linie fließen, in das Kerngeschäft zu stecken - immerhin werfen die Geräte nun auch keine nennenswerten Erträge ab. "Ich bin überzeugt, dass Satya Nadella zum gleichen Schluss kommt", so der Canalys-Chef. Solange die erfolgreiche Entwicklung anhält, wird letztlich nichts passieren. "Es kann aber reichen, dass es ein oder zwei nicht besonders gut laufende Quartale gibt, um ihn (Nadella) dazu zu bringen, den Stecker zu ziehen", erklärte Brazier.
Entsprechend überrascht dürften die Besucher des Canalys Channels Forum 2018 gewesen sein, als Brazier sich bei der Neuauflage der Konferenz hinstellte und nicht etwa zurückruderte, sondern zu seiner Aussage aus dem letzten Jahr stand. Lediglich vom relativ konkreten 2019er-Termin rückte er jetzt ab, erklärte aber: "Ich stehe zu der Einschätzung, dass es für Microsoft nicht sinnvoll ist, die Geräte zu produzieren."
Die Surface-Serie wurde vor einigen Jahren ins Leben gerufen, als Steve Ballmer noch Konzernchef war. Ihr Zweck bestand in erster Linie darin, Referenz-Designs bereitzustellen und auch in der Praxis zu erproben. Auf dieser Basis sollten dann die normalen PC-Hersteller eigene Windows-Systeme auf den Markt bringen. Allerdings haben die Geräte dann doch einiges an Zugkraft gewonnen und Microsoft gelang es so, quasi als einziger Hersteller, der nicht schon seit Jahren zu den ganz Großen gehörte, durch die Krise des PC-Marktes hindurch erfolgreich zu arbeiten.
Schlicht kein Kerngeschäft
Allerdings besteht das Kerngeschäft Microsofts zunehmend aus dem Betrieb der Cloud-Infrastruktur und der darauf aufbauenden Anwendungen. Selbst Windows als Markenkern des Unternehmens nimmt zunehmend die Rolle einer Plattform ein, die den Nutzern den Zugang zur Microsoft-Cloud ebnet. Und Hardware passt da schlicht nicht ins Bild, sondern wird letztendlich immer eine Nische in der Konzernstrategie darstellen.So beruht Braziers Einschätzung letztlich eben auf der Tatsache, dass es für Microsoft wesentlich sinnvoller ist, die Ressourcen, die derzeit in die Surface-Linie fließen, in das Kerngeschäft zu stecken - immerhin werfen die Geräte nun auch keine nennenswerten Erträge ab. "Ich bin überzeugt, dass Satya Nadella zum gleichen Schluss kommt", so der Canalys-Chef. Solange die erfolgreiche Entwicklung anhält, wird letztlich nichts passieren. "Es kann aber reichen, dass es ein oder zwei nicht besonders gut laufende Quartale gibt, um ihn (Nadella) dazu zu bringen, den Stecker zu ziehen", erklärte Brazier.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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