Zhuque-2E: Neueste China-Rakete zerbricht und bedroht Starlink
Der Zerfall einer chinesischen Raketen-Oberstufe hat zahlreiche Trümmerteile im erdnahen Orbit hinterlassen. Diese befinden sich in Umlaufbahnen, auf denen sie insbesondere den Satelliten des Starlink-Netzwerkes gefährlich werden können.
Nach Einschätzung von Experten entstanden dabei zwischen 100 und 150 Trümmerstücke. Die US Space Force teilte mit, dass die Fragmente inzwischen in die routinemäßige Überwachung möglicher Annäherungen von Raumfahrzeugen einbezogen werden. Eine unmittelbare Gefahr für bemannte Raumfahrtmissionen bestehe demnach derzeit nicht. Die Untersuchungen zur Ursache des Zerfalls dauern an.
Besondere Aufmerksamkeit erhält der Vorfall, weil sich die Trümmer in einem stark genutzten Bereich des niedrigen Erdorbits befinden. Dort kreisen neben der Internationalen Raumstation (ISS) auch zahlreiche Satelliten des Starlink-Netzwerks von SpaceX. Während die meisten Trümmerteile aufgrund ihrer vergleichsweise niedrigen Umlaufbahn innerhalb weniger Monate durch den Luftwiderstand wieder in die Atmosphäre eintreten und verglühen dürften, könnten sie bis dahin ein Risiko für Satelliten darstellen.
Als besonders problematisch gelten zurückgelassene Raketenstufen, da sie groß und schwer sind und oft noch Resttreibstoff oder Druckgase enthalten. Diese können Jahre später Explosionen auslösen und neue Trümmerfelder erzeugen. Das schlimmste Szenario wäre eine Kettenreaktion, wenn die Trümmer einen Satelliten treffen und dieser selbst wieder in viele Einzelteile zerbricht.
Siehe auch:
Trümmerwolke im LEO
Die Zhuque-2E-Rakete des privaten chinesischen Raumfahrtunternehmens LandSpace hatte am 9. Juni zwei Satelliten für direkte Mobilfunkkommunikation ins All gebracht. Kurz nach Erreichen der Umlaufbahn zerbrach die Oberstufe der Rakete aus bislang ungeklärten Gründen. Beobachter vermuten, dass der Vorfall während oder kurz nach einem geplanten Manöver zur Entsorgung der Raketenstufe stattgefunden haben könnte.Nach Einschätzung von Experten entstanden dabei zwischen 100 und 150 Trümmerstücke. Die US Space Force teilte mit, dass die Fragmente inzwischen in die routinemäßige Überwachung möglicher Annäherungen von Raumfahrzeugen einbezogen werden. Eine unmittelbare Gefahr für bemannte Raumfahrtmissionen bestehe demnach derzeit nicht. Die Untersuchungen zur Ursache des Zerfalls dauern an.
Spektakuläres Video des Starts der LandSpace-Rakete ZhuQue-2E Y6
Besondere Aufmerksamkeit erhält der Vorfall, weil sich die Trümmer in einem stark genutzten Bereich des niedrigen Erdorbits befinden. Dort kreisen neben der Internationalen Raumstation (ISS) auch zahlreiche Satelliten des Starlink-Netzwerks von SpaceX. Während die meisten Trümmerteile aufgrund ihrer vergleichsweise niedrigen Umlaufbahn innerhalb weniger Monate durch den Luftwiderstand wieder in die Atmosphäre eintreten und verglühen dürften, könnten sie bis dahin ein Risiko für Satelliten darstellen.
Immer mehr Schrott
Raumfahrtexperten sehen den Vorfall zudem als Teil eines größeren Trends. Während viele Raumfahrtnationen inzwischen Treibstoffreserven vorhalten, um ausgebrannte Raketenstufen kontrolliert zum Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu bringen, wächst die Menge chinesischer Raketenkörper in langfristig stabilen Umlaufbahnen weiter an. Hintergrund ist unter anderem der Ausbau großer chinesischer Satellitenkonstellationen, die zukünftig mit Starlink konkurrieren sollen.Als besonders problematisch gelten zurückgelassene Raketenstufen, da sie groß und schwer sind und oft noch Resttreibstoff oder Druckgase enthalten. Diese können Jahre später Explosionen auslösen und neue Trümmerfelder erzeugen. Das schlimmste Szenario wäre eine Kettenreaktion, wenn die Trümmer einen Satelliten treffen und dieser selbst wieder in viele Einzelteile zerbricht.
Zusammenfassung
- Die Zhuque-2E-Rakete der Firma LandSpace zerbrach nach dem Start am 9. Juni
- Rund 150 Trümmerteile werden nun durch die US Space Force überwacht
- Aktuell besteht keine direkte Gefahr für bemannte Raumfahrtmissionen
- Fragmente kreisen nahe der ISS sowie zahlreicher Starlink-Satelliten
- Meist verglühen die Teile innerhalb weniger Monate in der Atmosphäre
- Große Raketenstufen im All bergen Risiken für zukünftige Explosionen
Siehe auch:
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