"Huhu, wir haben auch Blockchain!" - Kodaks Aktienkurs verdoppelt
Die Blase rund um Bitcoin und Co. hat inzwischen solch groteske Ausmaße angenommen, dass es für Unternehmen offensichtlich ausreicht, irgendwie in dem Segment mitzumachen, um den eigenen Börsenkurs nach oben zu treiben. Das haben mehrere PR-getriebene Startups bereits vorgemacht - und nun wertet ein solches Vorgehen auch ein Unternehmen wie Kodak auf.
Aktuelle Kursentwicklung
Wer sich heutzutage in den Städten in Umfelder begibt, in denen ein hoher Anteil von Startup-Menschen zusammenkommt, trifft man mit ziemlicher Sicherheit auch auf jemanden, der irgendwas vom Erfolgskonzept der Blockchain erzählt (und meist nicht einmal im Ansatz verstanden hat, worum es dabei geht). Und da in Deutschland Sitte ist, alles in einem Verein zu organisieren, versucht inzwischen auch ein Blockchain Bundesverband seine PR-Texte an allen möglichen und unmöglichen Stellen zu platzieren.
Welche Dimension diese spekulative Blase inzwischen bekommen hat, zeigt sich aktuell an Kodak. Wer immer hier auf die Idee gekommen ist, eine eigene Kryptowährung für Fotografen aufzubauen, dürfte wohl lobend in den Chroniken des Traditionsunternehmens Erwähnung finden. Denn seit der Aufstieg der Digitalfotografie in den 1990er Jahren den Konzern in eine tiefe Krise und langanhaltende Depression schickte, gelang es niemandem, ein Produkt zu entwerfen, das die Aktionäre auch nur annähernd so glücklich gemacht hätte.
Ob das System überhaupt funktioniert oder letztlich versandet, wird sich natürlich zeigen müssen. Allein dass Kodak hier auf ein Blockchain-Konzept setzt, reichte aber, um den Aktienkurs in die Höhe springen zu lassen. Bis zur Ankündigung von KodakCoin dümpelte das Wertpapier über Tage bei etwa 3 Dollar umher. In den letzten Stunden hat sich der Kurs nach einem ordentlichen Sprung bei rund 7 Dollar eingependelt.
Und weil man grad dabei war, hat Kodak auf der CES auch gleich den KashMiner vorgestellt. Dabei handelt es sich sowohl um ein Computing-System, das auf das Mining von Kryptowährungen optimiert ist, als auch einen Dienst. Anwender können hier zukünftig in Form eines Cloud-Dienstes Rechenkapazitäten anmieten und darauf hoffen, dass Bitcoins oder andere Einheiten herausfallen - was eigentlich auch als Glücksspiel bezeichnet werden kann.
Kodak stellt dafür aber im Grunde auch nur seinen Namen zur Verfügung, betrieben wird es von Spotlite, also jener Firma, die Kodaks Marke auch schon zur Vermarktung von LED-Lampen genutzt hat.
Die CES 2018 News & Videos aus Las Vegas Infografik: 2017, das Boom-Jahr für Kryptocoins
Aktuelle Kursentwicklung
Wer sich heutzutage in den Städten in Umfelder begibt, in denen ein hoher Anteil von Startup-Menschen zusammenkommt, trifft man mit ziemlicher Sicherheit auch auf jemanden, der irgendwas vom Erfolgskonzept der Blockchain erzählt (und meist nicht einmal im Ansatz verstanden hat, worum es dabei geht). Und da in Deutschland Sitte ist, alles in einem Verein zu organisieren, versucht inzwischen auch ein Blockchain Bundesverband seine PR-Texte an allen möglichen und unmöglichen Stellen zu platzieren.
Welche Dimension diese spekulative Blase inzwischen bekommen hat, zeigt sich aktuell an Kodak. Wer immer hier auf die Idee gekommen ist, eine eigene Kryptowährung für Fotografen aufzubauen, dürfte wohl lobend in den Chroniken des Traditionsunternehmens Erwähnung finden. Denn seit der Aufstieg der Digitalfotografie in den 1990er Jahren den Konzern in eine tiefe Krise und langanhaltende Depression schickte, gelang es niemandem, ein Produkt zu entwerfen, das die Aktionäre auch nur annähernd so glücklich gemacht hätte.
Bilder als Kryptowährung
Am gestrigen Mittag hatte das Unternehmen ein neues System namens KodakCoin vorgestellt - natürlich in Verbindung mit entsprechenden Parolen: "Für viele in der Technologie-Industrie sind 'Blockchain' und 'Kryptowährung' starke Stichworte - aber für Fotografen, die lange damit zu kämpfen hatten, die Kontrolle über ihre Arbeit und wie sie verwendet wird zu behalten, sind diese Stichworte der Schlüssel für die Lösung eines bisher unlösbar erscheinenden Problems", hieß es. Die Technik soll dafür sorgen, dass die Wege eines Fotos durch das Netz für den Urheber nachvollziehbar bleiben und entlohnt werden.Ob das System überhaupt funktioniert oder letztlich versandet, wird sich natürlich zeigen müssen. Allein dass Kodak hier auf ein Blockchain-Konzept setzt, reichte aber, um den Aktienkurs in die Höhe springen zu lassen. Bis zur Ankündigung von KodakCoin dümpelte das Wertpapier über Tage bei etwa 3 Dollar umher. In den letzten Stunden hat sich der Kurs nach einem ordentlichen Sprung bei rund 7 Dollar eingependelt.
Und weil man grad dabei war, hat Kodak auf der CES auch gleich den KashMiner vorgestellt. Dabei handelt es sich sowohl um ein Computing-System, das auf das Mining von Kryptowährungen optimiert ist, als auch einen Dienst. Anwender können hier zukünftig in Form eines Cloud-Dienstes Rechenkapazitäten anmieten und darauf hoffen, dass Bitcoins oder andere Einheiten herausfallen - was eigentlich auch als Glücksspiel bezeichnet werden kann.
Kodak stellt dafür aber im Grunde auch nur seinen Namen zur Verfügung, betrieben wird es von Spotlite, also jener Firma, die Kodaks Marke auch schon zur Vermarktung von LED-Lampen genutzt hat.
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