Temporäres Desaster: Apple Aktien-Rückkauf ist Mrd.-Minus-Geschäft
Apple sieht sich wieder einmal großer Kritik der Wall Street ausgesetzt. Der Konzern hatte seine Rücklagen in den letzten Monaten vor allem dazu genutzt, um eigenen Aktien zurückzukaufen, da der Preis in den letzten Wochen aber deutlich sank, schaut man auf ein temporäres Milliarden-Desaster - 9 Milliarden müssen jetzt erst einmal wieder zurückgewonnen werden.
Wie wir berichtet hatten, sorgt vor allem die Angst vor schwachen iPhone-Verkäufen dafür, dass die Aktie des Konzerns massiv an Wert verliert. Von dem 52-Wochen-Hoch bei 233,47 US-Dollar rutscht der Wert bis auf einen Tiefststand von unter 135 Dollar. Wie Analysten kritisieren, kann der massive Rückkauf von Aktien - auch angeheizt durch die Steuererleichterungen der amerikanischen Regierung - aktuell nur als Desaster bezeichnet werden - zumindest, bis der Konzern seinen Wert wieder steigern kann.
Wie das Wall Street Journal berichtet, hat der Konzern in den ersten neun Monaten des letzten Jahres 62,9 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe ausgegeben und dabei in der Spitze bis zu 222,07 Dollar pro Aktie bezahlt. Zum Ende des Jahres 2018 wird dieses Aktienpaket nur noch mit 53,8 Milliarden Dollar bewertet - macht also einen temporären Verlust von gut neun Milliarden Dollar.
Für den Analysten Neil Minow von ValueEdge Advisors hat Apple hier kurzfristig auf jeden Fall wenig wirtschaftlichen Scharfsinn bewiesen: "Wenn eine Firma einen Aufkauf getätigt hat, der derart im Wert zusammenschrumpfen würde, würden sich die Leute massiv beschweren", sagte er dem Wall Street Journal. Apple habe sein Kapital hier wohl nicht richtig eingesetzt.
Analysten mögen es nicht, wenn Entscheidungen scheinbar ins Minus führen
Unternehmen werde vor allem auch daran gemessenen, wie sie mit ihrem Kapital umgehen. Genau in dieser Hinsicht muss sich Apple jetzt wieder laute Kritik gefallen lassen. Der Konzern nutzt seinen gigantischen Bargeldbestand in den letzten Jahren vor allem für Dividenden und Aktienrückkäufe. Wie heise schreibt, verfolgt man mit dem Kauf der eigenen Anteilsscheine dabei eigentlich die Strategie, den Wert des Unternehmens zu steigern. Diese Rechnung ging in den vergangenen Monaten aber nicht mehr auf.Wie wir berichtet hatten, sorgt vor allem die Angst vor schwachen iPhone-Verkäufen dafür, dass die Aktie des Konzerns massiv an Wert verliert. Von dem 52-Wochen-Hoch bei 233,47 US-Dollar rutscht der Wert bis auf einen Tiefststand von unter 135 Dollar. Wie Analysten kritisieren, kann der massive Rückkauf von Aktien - auch angeheizt durch die Steuererleichterungen der amerikanischen Regierung - aktuell nur als Desaster bezeichnet werden - zumindest, bis der Konzern seinen Wert wieder steigern kann.
Wie das Wall Street Journal berichtet, hat der Konzern in den ersten neun Monaten des letzten Jahres 62,9 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe ausgegeben und dabei in der Spitze bis zu 222,07 Dollar pro Aktie bezahlt. Zum Ende des Jahres 2018 wird dieses Aktienpaket nur noch mit 53,8 Milliarden Dollar bewertet - macht also einen temporären Verlust von gut neun Milliarden Dollar.
Für den Analysten Neil Minow von ValueEdge Advisors hat Apple hier kurzfristig auf jeden Fall wenig wirtschaftlichen Scharfsinn bewiesen: "Wenn eine Firma einen Aufkauf getätigt hat, der derart im Wert zusammenschrumpfen würde, würden sich die Leute massiv beschweren", sagte er dem Wall Street Journal. Apple habe sein Kapital hier wohl nicht richtig eingesetzt.
Kann alles wieder kommen
Natürlich bleibt beim aktuellen Wertverlust des Aktienpakets immer zu bedenken, dass Apple durch eine erneute Steigerung des Börsenwerts hier noch eine positive Bilanz erreichen kann, der Druck dem sich der Kurs auch wegen der Verkaufserwartungen rund um das iPhone ausgesetzt sieht, wird aber vorerst nicht wieder nachlassen. Bedeutende Meilensteine, wie der im Herbst erreichte Börsenwert von einer Billion Dollar sind aktuell in weiter Ferne - derzeit liegt Apple bei einer Bewertung von 750 Milliarden.
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