Türkische Telekom-Kunden rufen zum Boykott auf, treffen aber Falsche
Die Deutsche Telekom hat es derzeit mit aufgebrachten türkischstämmigen Kunden zu tun und das obwohl sie im Grunde nichts dafür kann. Denn nach einer wohl harmlos gemeinten, aber unter dem Strich missglückten Umfrage des von der Telekom vor einer Weile verkauften Portals T-Online hat der Konzern mit einem Shitstorm zu kämpfen.
Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei waren schon einmal besser. Aktuell sitzen unter anderem deutsche Journalisten ohne Anklage in der Türkei in Haft, Präsident Recep Tayyip Erdogan lässt auch kaum eine Gelegenheit aus, in Richtung Deutschland und anderer EU-Länder auszuteilen.
Das Portal T-Online wollte deshalb von ihren Nutzern wissen, ob die Spannungen für sie ein Grund sind, nicht mehr in der Türkei Urlaub zu machen. Die Mehrheit verneinte das und dieses Ergebnis blendete man in einem Düsseldorfer Einkaufszentrum auf einem Infobildschirm ein.
Über den Telekommunikationskonzern ergoss sich eine Flutwelle an Kritik und Kündigungsabsichten. Die Wogen ließen sich auch nicht mehr glätten, man kann also von einem klassischen Shitstorm sprechen. Dass es mit der Telekom das falsche Unternehmen traf, interessierte die Empörten wenig bis gar nicht.
Denn die Telekom hat T-Online.de bereits Ende 2015 an den Werbevermarkter Ströer verkauft. Mit dem Portal hat der Telekommunikationsriese eigentlich nicht mehr zu tun, außer dass das Magenta-T dort noch zu finden ist, denn das Markenrecht hat Ströer seinerzeit mitgekauft. Alle Versuche des Konzerns, die Sache klarzustellen, blieben erfolglos.
Wie viele Deutsch-Türken tatsächlich ihren Vertrag bei der Telekom gekündigt haben, ist natürlich nicht bekannt. Laut dem Unternehmen ist die Sache aber wohl nicht ganz so dramatisch. Denn gegenüber Motherboard ließ man ausrichten: "Wir sehen weder bei der Anzahl der Kündigungen noch bei der Anzahl der Beschwerden einen Anstieg."
Das Portal T-Online wollte deshalb von ihren Nutzern wissen, ob die Spannungen für sie ein Grund sind, nicht mehr in der Türkei Urlaub zu machen. Die Mehrheit verneinte das und dieses Ergebnis blendete man in einem Düsseldorfer Einkaufszentrum auf einem Infobildschirm ein.
Boykott!
Der deutsch-türkischen Blogger Bilgili Üretmen sah die Einblendung und fotografierte sie. Er veröffentlichte das Bild auf Facebook und ortete in der Umfrage einen "Versuch, der Türkei wirtschaftlich zu schaden" und rief mit den Worten "Wir dürfen uns das alles nicht mehr gefallen lassen!" zum Boykott auf. Dieser wurde auch von Erdogan-nahen Seiten und seinen Anhängern kräftig geteilt.Über den Telekommunikationskonzern ergoss sich eine Flutwelle an Kritik und Kündigungsabsichten. Die Wogen ließen sich auch nicht mehr glätten, man kann also von einem klassischen Shitstorm sprechen. Dass es mit der Telekom das falsche Unternehmen traf, interessierte die Empörten wenig bis gar nicht.
Denn die Telekom hat T-Online.de bereits Ende 2015 an den Werbevermarkter Ströer verkauft. Mit dem Portal hat der Telekommunikationsriese eigentlich nicht mehr zu tun, außer dass das Magenta-T dort noch zu finden ist, denn das Markenrecht hat Ströer seinerzeit mitgekauft. Alle Versuche des Konzerns, die Sache klarzustellen, blieben erfolglos.
Wie viele Deutsch-Türken tatsächlich ihren Vertrag bei der Telekom gekündigt haben, ist natürlich nicht bekannt. Laut dem Unternehmen ist die Sache aber wohl nicht ganz so dramatisch. Denn gegenüber Motherboard ließ man ausrichten: "Wir sehen weder bei der Anzahl der Kündigungen noch bei der Anzahl der Beschwerden einen Anstieg."
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