Telekom-Router-Hack: Hacker liefert spannende Infos zu Auftraggebern
Im Prozess um den Fall der groß angelegten Cyber-Attacke auf die Router von Telekom-Nutzern im November des vergangenen Jahres liefert der angeklagte Brite nun interessante Details. Demnach nahm der Auftrag in Liberia seinen Ursprung.
Demnach habe er im Auftrag eines liberianischen Telekommunikationsunternehmen eigentlich einen Angriff auf Router rund um den Globus starten wollen, um aus den gekaperten Geräten ein Botnetz aufzubauen. Mit diesem sollte dann wiederum eine weitere Angriffswelle gestartet werden, die sich dann ganz gezielt gegen die Konkurrenz des Auftraggebers richtet.
Auch der Sicherheitsforscher Ralf-Philipp Weinmann komm bei seiner Analyse laut heise zu einem ähnlichen Ergebnis: Es sei zu keiner "wie auch immer gearteten Infektion" gekommen und das Kapern der Router der Telekom-Kunden damit fehlgeschlagen. Vielmehr hätten dann die massenhaften Anfragen ein klassisches "Denial-of-Service-Problem" ausgelöst.
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Hacker-Krimi vom Feinsten
Bei einem Cyber-Angriff im November 2016 waren 1,25 Millionen DSL-Router der Telekom lahmgelegt worden, jetzt hat sich der im Februar verhaftete und für die Tat angeklagte Brite bei der Gerichtsverhandlung in Köln für schuldig erklärt. Nach den Aussagen des 29-Jährigen war der Auftrag für die groß angelegte Attacke aus Liberia in Westafrika erteilt worden. Wie der Beschuldigte, der unter dem Pseudonym "Spiderman" aktiv war, weiter beschreibt, war der Angriff dabei aber nicht gezielt gegen die Telekom gerichtet.Demnach habe er im Auftrag eines liberianischen Telekommunikationsunternehmen eigentlich einen Angriff auf Router rund um den Globus starten wollen, um aus den gekaperten Geräten ein Botnetz aufzubauen. Mit diesem sollte dann wiederum eine weitere Angriffswelle gestartet werden, die sich dann ganz gezielt gegen die Konkurrenz des Auftraggebers richtet.
Deutsche Router einfach überlastet
Ein Telekom-Techniker, der bei der Verhandlung ebenfalls zur Aussage geladen war, erläuterte dann, warum es gerade im Netz des Bonner Konzern zu so großen Problemen kam. Demnach seien die deutschen Router gegen solche Cyber-Angriffe gerüstet gewesen. Da sie sich nicht durch den Hack übernehmen ließen, dieser aber wiederholt versuchte in die Systeme einzudringen, wurden diese wegen Überlastung zur Abschaltung gezwungen.Auch der Sicherheitsforscher Ralf-Philipp Weinmann komm bei seiner Analyse laut heise zu einem ähnlichen Ergebnis: Es sei zu keiner "wie auch immer gearteten Infektion" gekommen und das Kapern der Router der Telekom-Kunden damit fehlgeschlagen. Vielmehr hätten dann die massenhaften Anfragen ein klassisches "Denial-of-Service-Problem" ausgelöst.
Ein Laie am Werk
Durchaus kurios sind auch die Aussagen des Angeklagten zu den Tatmotiven. Demnach habe er den Job für umgerechnet 10.000 Dollar angenommen, um seine Hochzeitskasse aufzubessern. Da er keinerlei Ausbildung oder Studium vorweisen könne, habe er sich das nötige IT-Wissen nach seinem Highschool-Abschluss selbst angeeignet.Großer Internet-Vergleichs-Rechner
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